Alternative Biographie

"Es ist nicht immer alles wahr, was stimmt." (Stefan Wessels, Fußballphilosoph)

1980 - Ich werde in der DDR geboren, in einem kleinen Kaff Namens Bergen auf der Insel Rügen.

1981 - Ich kann mich nur an wenig erinnern, aber eins weiß ich genau, ich hab schon damals bessere Witze gemacht als Fips Asmussen!

1982 - In der Kinderkrippe gelte ich als humorvoll, denn ich hebe mir immer alles auf, und drücke dann einen riesigen, viel zu großen Haufen in meine Windel. Rechts und links quillt es heraus und auf meinem SED-Parteibuch wird angekreuzt "durchsetzungsstark".

1983 - Jesus ruft an. Ich verstehe ihn nicht und er mich nicht. Nur Gebrabbel dringt an mein Ohr, aber ich glaube auch an seines. Mein Hebräisch ist eingerostet und sein Hochdeutsch auch. Er sagt mir eine glanzvolle Zukunft voraus und dass die Mauer bald weg ist. Ich verstehe nur Bahnhof und sage ihm das auch: אני מבין רק בתחנת רכבת.

1984 - Mohammed ruft an. Ich verstehe ihn nicht und er mich nicht. Nur Gebrabbel dringt an mein Ohr, aber ich glaube auch an seines. Mein Arabisch ist eingerostet und sein Hochdeutsch auch. Er sagt mir eine glanzvolle Zukunft voraus und dass die Mauer bald weg ist. Ich verstehe nur Bahnhof und sage ihm das auch: أنا أفهم فقط محطة القطار.

1985 - Ich ziehe um, von Binz nach Borchtitz am Jasmunder Bodden, in ein Haus mit angeschlossenem Kinderferienlager. Alles ist neu für mich, neue Freunde, neue Frauen und mein altes Moped musste ich verkaufen. Mein neues Hobby: Leuten auf den Sack gehen und Schach. Ich werde zu Wettkämpfen eingeladen, gewinne alles, konnte mir aber bald die Bestechungsgelder nicht mehr leisten: Nudossi, Knusperflocken und Pfeffis! Tja, Schach Matt.

1986 - Ich trete in die halb kommunistische, halb sadistische Grundschule "Otto Grotewohl" in Sagard ein und harke ein bisschen im Schulgarten. Es gab das Unterrichtsfach "Werken", da konnte man drechseln, feilen, schrauben, hämmern oder sich an der Ständerbohrmaschine mit langen Haaren selbst skalpieren. Soll vorgekommen sein, sagten die Lehrer. Ich trage seitdem Deutsch-Kurzhaar. Warum sadistisch? Weil man im Musikunterricht vor der Klasse singen musste. Laut und schlecht sing, sang und sung ich mir die Kehle aus dem Hals. Mein Musiklehrer soll in der Hölle schmoren und dort auf ewig meinem Gesang lauschen. Natürlich sprangen auch gleich zwei Mädels ab, die Mandy und die Simone!

1987 - Mit dem Schach musste ich aufhören, zu viel Nachdenken und zu viele Frauengeschichten. Lieber Segeln! Keine Weiber und man sitzt nur herum (und zieht ab und zu an der Großschot). So dachte ich. Wir fuhren also mit unserem Segelvereinsleiter "Herr Schwarz" (Arzt im Hauptberuf, wenn ich mich richtig erinnere) und unserer Yacht "3. Moskauer Brotfabrik" (die gibts wirklich [1]) und den ganzen Jollen mit uns Kindern und Jugendlichen in und um Rügen herum. Unser Heimathafen hieß "Martinshafen" (in der Nähe von Sagard) und wir segelten kleinere Touren innerhalb des Jasmunder Bodden (z. B. Ralswiek oder Polchow) oder größere Touren nach Hiddensee oder um die Insel Rügen herum, z. B. nach Glowe, Binz, Greifswalder Oie usw. Abends wurde an den Strand gefahren, Lagerfeuer angeworfen, Zelt aufgebaut und am nächsten Tag ging es weiter. Tolle Zeit! (Einen amtlichen Segelschein habe ich bis heute nicht.)

1988 - Ein ereignisloses Jahr. Ich telefoniere einige Male mit Baba Jaga Wanga. Sie meint, da würde was kommen. Ich weiß nicht, was in diesem Weder-Ochs-noch-Esel-hält-den-tausendjährigen-Sozialismus-auf noch Überraschendes kommen soll.

1989 - Die Mauer ist weg. Also die Kinder rein in den Trabant 601 Deluxe und ab nach Lübeck an die Grenze. Die Wessis klopften uns (links und rechts Spalier stehend) begeistert auf das Trabbipappdach. Hurra, die Ossis sind da! Schnell noch 100 Westmark Begrüßungsgeld für jeden abgeholt und wieder zurück in die bald blühenden Landschaften. Ich verkündete in einem Brief dem SED-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker mein lange gehütetes Geheimnis: Ich hatte geschmuggelte Fips Asmussen Kassetten gehört!

1990 - An mir gingen, dank der Gnade der späten Geburt, der Staatsbürgerkundeunterricht und das Erlernen der Sprache Russisch vorüber. So ein Pech. Also Englisch lernen. So ein Pech. Ich befinde mich nun in einer damals so genannten "Orientierungsstufe", in der fünften und sechsten Klasse.

1991 - Ich fahre ins Schwimmlager nach Thiessow, am äußersten südöstlichen Zipfel von Rügen. Wir schlafen in kleinen Bungalows auf der Boddenseite (Kreisschulheim Thiessow) und haben tagsüber Schwimmunterricht auf der Ostseeseite. Man musste sich damals auf Anweisung der Lehrer am Strand nackig ausziehen, Jungen und Mädchen getrennt. Fand ich nicht so toll, als Junge in der Pubertät. Aber das war wohl die FKK-Kultur in der DDR. Schwer traumatisiert begann ich Gedichte zu schreiben.

1992 - Mein 19-bändiger Gedichtband wird veröffentlicht. "Nix zu lachen beim nackig machen" konnte ich auf dem Schulhof verticken, für harte Westmark! Ich gelte ab sofort als eine Mischung aus Heinrich Heine und Heinrich Böll. Die Lehrer nennen es einfach nur Trümmerliteraturpoesie.

1993 - Ich werde in das "Ostsee-Gymnasium Sassnitz" eingewiesen. Das hieß damals noch nicht so, aber ein paar Jahre später kam Angela Merkel als Ministerin zu uns und unser Gymnasium bekam diesen Namenszusatz. Moment, das war Ministerpräsident Berndt Seite, 1997. Ich bin aber der Meinung, dass auch Frau Merkel bei uns war. Finde aber beim googeln nichts. Hat sie damals Wahlkampf für ihren Wahlkreis gemacht? War sie als Familienministerin bei uns? Als Umweltministerin? Da ich mich derzeit nicht mit Leuten von damals austauschen kann, bleibt diese Information unter Vorbehalt.

1994 - Ich habe Jugendweihe, ein Wessi würde sagen: Konfirmation. Es gibt Geld und einen Computer, einen 486 SX 40 [2].

1995 - Mandy und Simone kehren zurück. Er (also ich) hat ja jetzt Kohle! Simone wollte gleich Knutschen, klar. Ich, als anständiger Komsomolze, lehnte ab. Hinter einer, ganz bestimmt schwer kapitalistischen Hecke, wurde dann aber doch geknutscht. Vor lauter Freude gab ich Simone den Ehrennamen "Feliks Dzierzynski Wachbataillon".

1996 - Im Musikunterricht ist ein Vortrag zu halten. Ich schneide aus der Bravo einen Caught in the Act Star Schnitt aus und kopiere elegant verschleiert den Text in meinen Vortrag. Seitdem gelte ich als CITA Experte und lasse mein Fachwissen über Benjamin, Eloy, Lee und Bastiaan dezent in Gespräche einfließen.

1997 - Ich gebe im Kunstunterricht eine Collage über Lara Croft ab. Dazu zerschneide ich die Bilder einer Computerspielezeitung und klebe sie zusammen. Die Note vier ist mir sicher, sagt meine Kunstlehrerin (Name der Redaktion bekannt). Bilder sind wohl nicht so meins. Ich steige um auf Textkunst. Außerdem arbeite ich in den Schul-Sommerferien als Ordner bei den Störtebeker Festspielen in Ralswiek am Haupteingang, Karten abreißen und so. Nachdem ich jahrelang mit unseren Segelvereinsbooten (meist 420er oder Cadet) kostenlos von der Seeseite zugeschaut hatte, wollte ich mich jetzt dankbar zeigen.

1998 - Ich bestehe mein Abitur an einem Freitag und schon in der darauf folgenden Woche bin ich Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Zur Grundausbildung geht es nach Goslar bei der Luftwaffe. Nach zwei Monaten Grundausbildung geht es nach Prangendorf (grob in der Nähe von Rostock bzw. Sanitz) zur FlaRakGrp 31. Als gelernter Halbautist machte ich mir wochenlang über Folgendes Gedanken: In der Grundausbildung besteht eine Gruppe aus 12 Soldaten. In Prangendorf besteht eine FlaRak-Gruppe aus ca. 500 Soldaten. Kapierte ich nicht! [𝄞]

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(Hier folgen bald die Jahre 1999 bis 2002)
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2003 - Ein ziviler Flugplatz in der Nähe von Oldenburg. Ich habe mich im Sommerurlaub für einen einwöchigen Fallschirmsprungkurs angemeldet. Erst Theorie-, Sprung- und Falltraining am Boden, dann Fallschirmpacken und dann in einer Cessna nach oben. Die Seitentür wird aufgeschoben, viel Wind kommt herein, man tritt nach außen auf die Kufen und hält sich an der Querstrebe fest. Dann gibt der Absetzer sein o.k. und man lässt los. Eine Leine, die mit dem Flugzeug fest verbunden ist, zieht automatisch den Fallschirmsack auf. Später wird unten alles ausgewertet und besprochen. Meine Flughaltung war immer "Kartoffelsack" oder "Embryohaltung". Aber ich habe nie verweigert, bin 10x gesprungen. Am Fallschirm zu hängen ist entspannend, man kann gut mit den zwei Schnüren links und rechts lenken, und wenn man beide gleichzeitig zum richtigen Zeitpunkt zieht, auch recht sanft landen. Nach meiner Erinnerung war es der Flugplatz Westerstede-Felde, leider ist mein Sprungbuch nicht mehr vorhanden, dort wird jeder Sprung aufgezeichnet. Es gab mal eine Phase in meinem Leben, da dachte ich, "so, jetzt mal mit der Vergangenheit abschließen", und habe viele Erinnerungsstücke weggeworfen, darunter auch das besagte Sprungbuch. Ich Idi...

2004 - Ich beende am Anfang des Jahres in Aurich (Ostfriesland) meine zivilberufliche IHK-Ausbildung zum Kommunikationselektroniker (Fachrichtung Funktechnik). Mit einer kleinen Gruppe von Feldwebeln und Stabsunteroffizieren (alle Luftwaffe) haben wir knapp zwei Jahre an der Kreisvolkshochschule in Aurich verbracht. Untergebracht waren wir in der Blücher-Kaserne in Aurich und tagsüber fuhren wir zum Unterricht in die Schule. Ein Elektro-Meister und ein Diplom-Ingenieur haben uns ausgebildet, meistens war vormittags theoretischer Unterricht und nachmittags Praxis an einem gut ausgestatteten Laborarbeitsplatz mit Oszilloskop, Messgeräten usw. (Bei der Bundeswehr kann man während der Dienstzeit über die sogenannte "ZAW" einen zivilen Beruf erlernen.) Da ich im Vorjahr an der Offizierbewerberprüfzentrale in Köln den Eignungstest (ein mehrtägiges Assessment-Center) bestanden hatte, endet meine Feldwebelausbildung bei der Luftwaffe, ich wechsle zum Heer und beginne im Juli meine Offizierausbildung beim Fernmeldebataillon 610 in Rendsburg. Mein Dienstgrad wechselt ebenfalls, von Feldwebel auf Fähnrich.

2005 - Offizieranwärterlehrgang Teil 1, Uhrzeit: 06:57, Ort: Feldafing (Bayern/Starnberg). Ich muss um 07:00 Uhr zum Antreten in der Kaserne in Feldafing sein. Schaue auf die Uhr. Zu spät. Schaue noch mal auf die Uhr. Irgendwie doch nicht zu spät. Melde mich bei Hauptmann Klaus-Jürgen Datenschutz [3] als "nicht verspätet". Seitdem nannten sie mich Schrödingers Katze, weil ich gleichzeitig zu spät und nicht zu spät war. Bei einem Tag der offenen Tür zerbricht meine Brille. Ich renne zur Unterkunft, blind. Hauptmann Datenschutz fragt mich, warum ich ihn nicht grüße. Ich sage, ich sehe ihn nicht. Er lacht sich tot und ich setze meine Kontaktlinsen ein. Bei meiner Prüfung müssen wir im Unimog durch den bayerischen Wald, ich verfahre mich und wir überfahren dicke Baumstämme. Beim Rangieren fliegt mein Burkina Faso Kamerad Ingo-Philipp Datensparsamkeit hinten durch die Fernmelde-Kabine und wird völlig zerbeult. Dann sind wir am richtigen Standort und ich bediene das (defekte) Lochkartenlesegerät (kein Witz, HF-Schreibfunktrupp Alpha, uuuralt). Hauptmann Datenschutz fragt mich, ob ich es auch so geschafft hätte. Ich antworte mit "Jawoll" und bestehe. Am Ende des Lehrgangs merke ich, dass Hauptmann Datenschutz unsere Truppe ziemlich gerne gehabt hat, leider konnte ich es nicht immer mit guten Leistungen erwidern, denn ich habe psychische und physische Probleme, von denen ich aber niemandem erzähle. Ich beiße mich durch. Es geht sehr langsam bergab, bis 2014, dort ist der Tiefpunkt, aus dem es wieder hügelig bergauf geht. Ich muss daraus nur noch eine Hölldengeschichte machen :-) Mich plagen schon lange permanente Müdigkeit, diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten, starkes Grübeln über alles usw. Ich glaube, ich war damals ein anstrengender Typ, konnte es aber aufgrund meiner starken Müdigkeit nicht ändern. Aber die Kameradschaft innerhalb der Bundeswehr ist hoch, man wird auch als "leicht seltsamer" Typ akzeptiert. Ich denke gerne an die Zeit zurück.

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(Hier folgen bald die Jahre 2006 bis 2008)
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2009 - Ich bin Verbindungsoffizier bzw. S3-Offizier im Führungsunterstützungsbataillon 293 in Murnau (Bayern). Meine Hauptaufgabe ist das Schreiben von Bataillonsbefehlen, also z. B. das Organisieren vom Tag der offenen Tür, eines Truppenübungsplatzaufenthaltes oder einer Vereidigung von Rekruten. Ich habe mein eigenes Büro und schreibe und organisiere meist mehrere Befehle parallel. Am Schluss lege ich die Befehle dem Kommandeur vor, der kontrolliert alles und markiert seine Anmerkungen mit grünem Stift. Was ich dort gelernt habe, ist vor allem das genaue Lesen und Schreiben, denn "Flüchtigkeitsfehler" oder "Ungenauigkeiten" sollten in den schriftlichen Befehlen nicht enthalten sein. Vom Regiment kamen oft umfangreiche Befehle per "E-Mail" (LoNo, Lotus Notes) und diese wurden dann "heruntergebrochen" auf Bataillons- bzw. Kompanieebene. Interessant war auch der Unterschied in der Wahrnehmung: Während mir die Offiziere der Kompanien manchmal ihr Unverständnis über Entscheidungen des Bataillons äußerten, nahm ich die Bataillonsführung, direkt vor Ort, Büro an Büro, ganz anders wahr. Ich erinnere mich an Oberstleutnant Klaus-Thorsten Datenminimierung (Stellvertretender Kommandeur) und Major Ingo-Hartmut Datenverordnung (S3-Stabsoffizier) praktisch ausschließlich positiv, während andere Soldaten, die viel weiter weg waren, auch mal Kritik äußerten. Dieser Unterschied in der Wahrnehmung [4] war erstaunlich. Zwischendurch war ich auf einem Einsatztagebuchführerlehrgang (früher Kriegstagebuch) in Sonthofen.

Mein damaliger Kommandeur war der Oberstleutnant i. G. Karl-Otto Datenspeicherung. Er hatte die deutsche und amerikanische Generalstabsausbildung abgeschlossen und alle die ich kannte, sagten über ihn, der wird mal General. Er war immer tiefenentspannt und alles was er erzählte, war entweder interessant oder mit Humor garniert. Eine seltene Gabe, die ich leider nicht hatte. Nur ein einziges Mal habe ich ihn sauer erlebt, als der Chef der Stabskompanie (Major) vergessen hatte, für eine Offizier-Wanderung in den Alpen die Lunchpakete packen zu lassen. Karl-Otto Datenspeicherung wurde zum Oberst i. G. befördert und ist, ganz aktuell (April 2025), vom BMVg zum Ausbildungszentrum Cyber- und Informationsraum in Pöcking/Feldafing versetzt worden, und ich vermute, hier wird er auch zum General befördert. Ich kann mich noch an eine Besprechung erinnern (es ging glaube ich um Arbeitsschutz) und Oberstleutnant Karl-Otto Datenspeicherung erzählte erstmal einen Witz, der ging sinngemäß so: Zwei Gefreite stehen in der KFZ-Halle und treten sich gegenseitig mit den Füßen in die Eier. Da kommt ein Stabsfeldwebel vorbei und fragt: "Tut euch das nicht weh?" Die beiden antworten: "Nein, wir tragen doch Sicherheitsschuhe!"

Interessant ist auch, dass der damalige (20009, Ort in Bayern) Kompaniechef Hauptmann Torben-Mario Datenverarbeitung vor einiger Zeit an gleicher Stelle Bataillonskommandeur (20022, Ort in Bayern) wurde. So schließt sich häufig ein Kreis bei der Bundeswehr, man kehrt an die gleichen Orte [5] zurück, aber in anderer, höherer Funktion, oder man trifft Leute, die früher mal Ausbilder von einem selbst waren, und nun ist man Vorgesetzter von ihnen. Häufiger ist heute nur noch das Umbenennen von "Traditionsverbänden". Mittlerweile wird ja jeder Verband und jede Schule der Bundeswehr alle paar Jahre umbenannt, es lohnt sich fast gar nicht mehr, sich noch die Namen zu merken. Nur ich bleibe für immer euer "Stephan Goldammer", im Traditionsverband "Vogel des Jahres 1999".

2010 - Meine 12-jährige Dienstzeit bei der Bundeswehr geht zu Ende. Mein S1-Personaloffizier sagt zu mir: "Stephan, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Die Gute: Du wirst zum Oberleutnant befördert. Die Schlechte: Erst mit Wirkung zum ersten Tag nach Ablauf deiner Dienstzeit." Das bedeutet für mich, ich darf mich jetzt Oberleutnant nennen, aber es ist nicht mehr gehaltswirksam. Meine Abfindung (bei der Bundeswehr Übergangsbeihilfe bzw. Übergangsgebührnisse genannt) wird noch nach dem Dienstgrad Leutnant berechnet. Hier ein Bild meiner Beförderungsurkunde. (Ich fahr jetzt erstmal am Wochenende nach Augsburg, komme Montag wieder und lade das Bild hoch.)

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(2011 - 2014: Im Rahmen eines Kunstprojektes spreche ich vier Jahre lang nicht und kapsele mich als Internet-Astronaut von der Umwelt ab.)
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2015 - Nach eine Serie von Misserfolgen und dem Tiefpunkt 2014, überlegte ich, woran es liegen könnte. War ich eventuell dumm? Um das zu überprüfen, ging ich zu Mensa (nein, nicht die Uni-Küche, sondern der weltweite Hochbegabungsverein Mensa, der einen anerkannten IQ Test anbietet). Ergebnis: Ich bin nicht dumm.
Dummheit hatte ich also ausgeschlossen, jetzt blieb nur noch Faulheit. Um das zu überprüfen, ging ich... nirgendwohin! Denn ich war ja faul. Aber nicht intelligent genug, um das zu erkennen. Leider auch zu faul, um eine gute Pointe zu finden, die diesen Text endlich abschließt. Also schnell ins nächste Jahr.

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(Hier folgen bald die Jahre 2016 und 2017)
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2018 - Insel Rügen. Es ist ein komisches Gefühl, dort Urlaub zu machen, wo man aufgewachsen ist. Seit zehn Jahren war ich nicht mehr hier. Ich besuche viele Orte aus meiner Kindheit. Ich sitze z. B. brav auf der Landseite der Störtebeker Festspiele, zahle brav meinen Eintritt und genieße brav die Theatervorstellung. Jedem, der mit dabei ist, erzähle ich, dass ich hier mal Ordner war. Pirat Störtebeker wird, wie üblich, geköpft, aber auch wir Zuschauer werden nicht geschont: Wolfgang Lippert singt den Albaaatroooooooos.

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(Hier folgen bald die Jahre 2019 bis 2022)
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2023 - Putin ruft an. Ich verstehe ihn und er mich. Nicht sehr Wohlklingendes dringt an mein Ohr, aber ich glaube auch an seines. Er würde gerne den ganzen Osten zurückerobern und mir ein lustiges Video davon schicken. Er sagt mir eine glanzvolle Zukunft voraus und dass die Mauer bald wieder aufgebaut wird. Ich stehe am Bahnhof und sage ihm das auch: "Ich stehe am Bahnhof".

2024 - Meine Website beginnt Gestalt anzunehmen. Viele uralte, dreiviertelfertige Texte warten darauf, schön und zu Ende geschrieben zu werden...


[Anmerkung der Redaktion: Die biografischen Angaben beruhen auf den Selbstauskünften des Websiteabgeordneten.]


[𝄞] Zu Beginn meiner Grundausbildung kaufte ich mir den "Reibert", ein kleines Büchlein, in dem alles Wissenswerte über die Bundeswehr drinstand. Wie jedes Unternehmen, gliedert sich auch das Militär in immer größer werdende Organisations-Begriffe, wie z. B. Kompanie (ca. 100 Soldaten), Brigade (ca. 5000 Soldaten), Division (ca. 20.000 Soldaten), Korps (ca. 80.000 Soldaten), Armee (ca. 300.000 Soldaten) usw. Zu meiner feierlichen Vereidigung am Ende der Grundausbildung wurde ein Musik-Korps angekündigt. Ich dachte: "Da kommt jetzt eine Armee von Musikanten!" Es kamen aber nur ca. 50 mittelgradig adipöse Luftwaffenmusiker mit flotten Märschen hereinmarschiert. Da war ich schon ein bisschen enttäuscht, ob der lupenhaften Kleinheit dieses sogenannten "Korps"!

[1] Der Segelwolf Wolf Knipfer hat sie tatsächlich 2016 in Kiel fotografieren können und auf seiner Website in einem Artikel dargestellt. Genau diese Yacht war das! Ich habe aktuell leider keinen Zugriff auf Bilder aus den 90ern von mir. Ich versuche gerade daranzukommen und auch die Urheberrechte bzw. Nutzungsrechte brauche ich natürlich. In den 90ern hat das niemanden interessiert ("Urheberrecht? Nutzungsrecht? Hä?"), aber heute werde ich mir da kein Ei legen.

[2] Eine Auswahl meiner damaligen Lieblingsspiele: Monkey Island 1 und 2, System Shock, Lands of Lore, Ultima VII, Privateer, Dune 1 und 2, Command & Conquer, Anstoss, Civilization, Indiana Jones, Wolfenstein, Sim City, Wing Commander, Star Wars: Rebel Assault, LHX: Attack Chopper, Battle Isle. Mir hat es heute noch dieser originale Roland/Midi/Soundblaster Sound angetan, z. B. in den Intros von Monkey Island oder Dune 2, und ich mag den groben Pixelgrafikstil bis heute. Es ist wie Buch vs. Film, im Buch ist mehr Phantasie möglich. Wenn ich die Realität sehen will, mach ich das kellerfenster auf... und rufe dort im mondenschein: mein leben hatte höhen und tiefen. die höhen waren der blutdruck.

[3] Ich habe beim googeln gesehen, dass Klaus-Jürgen Datenschutz 20014 als Oberstleutnant Chef des Haltegriffes der Klappfallscheibenbrigade 102 in Kram wurde. Vermutlich heimatnah, denn wir Offizieranwärter haben ihn damals (20005) auch mal bei ihm zu Hause zu einer geselligen Veranstaltung besucht. Wenn ich mich richtig erinnere, war das in der Gegend von Kram. Aufgrund des herausgehobenen Dienstposten nehme ich an, dass er die Generalstabsausbildung abgeschlossen hat und eventuell heute als Oberst i. G. zum Beispiel im BMVg sitzt. Finde dazu aber nichts beim googlen. Vielleicht hat er auch einen Dienstposten beim KSK, dann wird man natürlich nichts mehr über ihn finden. Ich werde in diesem Stil weitere Kameraden oder Vorgesetzte erwähnen, die mir positiv in Erinnerung geblieben sind.

[4] Jeder hat seine eigene, kleine, begrenzte Welt der Wahrnehmung (auch ich natürlich). Mein lebenslanges Hauptinteresse gilt den "Automatisierten Sozialen Systemen", bei denen ich versucht habe, die begrenzten Wahrnehmungsmöglichkeiten (die letztlich Informationsdefizite sind) und die begrenzten Handlungsmöglichkeiten (die letztlich Machtdefizite sind) des Einzelnen so optimal wie nur irgendwie möglich in einer neuen Struktur anzuordnen. Für die "große Politik" bin ich auf diese Lösung gekommen.

Ich möchte diesen Lösungsvorschlag demnächst (in einem eigenen Artikel) auf die Bundeswehr anwenden. Hier nur kurz die Idee: Alle deutschen Soldaten (eventuell auch die Reservisten) bekommen einen geschützten, persönlichen Onlineaccount und dürfen an allem mitdiskutieren (auch accountgebunden-anonym), mitarbeiten, mitplanen und mitentscheiden, auch und vor allem über die Finanzen. Brauchen wir eher teure und wartungsintensive F-35 Kampfjets oder kaufen wir lieber im Gegenwert 10.000 Drohnen? Bestellen wir im Inland oder im Ausland? Lieber in Europa oder in Trump-Amerika oder Made in China? Stellen wir neue Infanterieregimenter auf oder bauen wir lieber eigene, moderne Atomwaffen und schrecken damit jeden Angreifer von vornherein ab? Geht es bei Waffenbestellungen um "Arbeitsplätze erhalten" oder um Sinnvollität? Brauchen wir große Überwasserschiffe ("Zielschiffe", siehe das russische Kriegsschiff "Moskau") oder lieber unsichtbare U-Boote? Welcher Standort und welcher Verband soll bestehen bleiben? Welche "Kommandostruktur" macht "Sinn"? Welche Dienstgradstruktur (viele Häuptlinge, wenig Indianer) macht langfristig Sinn? Welche Gehaltsstruktur? Welche Handwaffen? Wieviel Munition für Schießvorhaben? Was muss geändert werden, um wirklich kriegsnah auszubilden? Sollen wir Militärischen Nahkampf ausbilden (Spaten gegen Faust) oder die Ausbildungszeit lieber in eine umfangreiche Schießausbildung (besser Schrotflinte gegen Drohne als Karate gegen Drohne) investieren? Lieber Patriotflugabwehrraketen für 3 Millionen Euro das Stück oder im Gegenwert 100 Stingerflugabwehrraketen? Oder gemischt, halb-halb? Oder lieber alte Gepards? Oder Hawk? Oder 8,8 cm Flak? Sind wir nicht immer nur vorbereitet, "den letzten Krieg zu gewinnen", aber nie den zukünftigen? All dies dürfen die Soldaten dann selbst entscheiden, jeder hat die gleiche Macht (gleichmächtig), denn jeder Account zählt gleich viel, der General hat nur eine Stimme und der Gefreite hat auch nur eine Stimme. Alle Informationen über alle Waffensysteme und alle Kosten werden offengelegt, auch "versteckte" Kosten, auch Beraterkosten usw. Das Informationsdefizit wird vollständig abgebaut und alle persönlichen, schwer zu messenden Erfahrungen der einzelnen Soldaten ("das G36 klemmt mir immer an der Koppel", "ich stoße mir den Kopf beim Aussteigen aus dem Leopard 2", "die Drohne fliegt nicht gut bei Seitenwind", "am Tag der offenen Tür gehen die meisten U-Boote unter", "dieses E-Mail-Programm ist total umständlich zu bedienen" usw.) könnten alle miteingebracht werden. Motto: Wer sein Leben gibt, soll auch mitentscheiden dürfen.

Ich bin den ukrainischen Soldaten lebenslang dankbar, denn wenn sie nicht kämpfen würden, könnte Putin bald an der deutschen Grenze stehen und dann würden deutsche Soldaten sterben. Sollen wir, trotz der Gefahr durch Putin, jetzt wieder jahrelang mit "Beschaffungsmaßnahmen" und "Bundeswehrstrukturreformen" oder der "ewigen Transformation" dahinwurschteln? Die Bundeswehr ist nie in einem "echten Krieg" getestet worden (bis auf die Einsätze, die aber eher asymmetrisch waren und nur vereinzelt kriegsnahe Szenarien hatten). In einem echten Krieg mussten wir nie bestehen, so ehrlich muss man sein. Den nächsten Krieg gewinnen bzw. vermeiden wir nur, indem vom Gefreiten bis zum General (von G bis G) alle auf Augenhöhe vorher mitdenken und mitdiskutieren und vor allem mitentscheiden. Bisher sind in drei Jahrzehnten im Auslandseinsatz ca. 120 Soldaten ums Leben gekommen bzw. gefallen (im Gefecht, bei Anschlägen, Suizid, Unfälle usw.). In einem echten Krieg würden, vergleichbar mit dem Ukrainekrieg, diese 120 deutschen Soldaten nicht in drei Jahrzehnten, sondern am Tag sterben. Dies gilt es unter allen Umständen zu verhindern. Nicht zu vergessen die Posttraumatischen Belastungsstörungen ("The Neverending War" mit dem Bonuslevel "The Forever War"). Es gibt seriöse Zahlen zum Vietnamkrieg, die zeigen, dass nach dem Vietnamkrieg mehr Soldaten durch Suizid gestorben sind, als während des Krieges im Gefecht. Stephen King schrieb einst, in Anlehnung an den Vietnamkrieg, den Roman "Todesmarsch", bei dem 100 junge Männer auf einem sehr langen Marsch nach und nach erschossen werden. Der Krieg holt jeden ein.

[5] Stichwort: Zurückkehren an die Orte der eigenen Vergangenheit. Der Hansa-Trainer Peter Vollmann sagte 2014 in einem Interview auf die Frage, warum er wieder zum FC Hansa Rostock zurückgekehrt ist: "Es sind die guten Erinnerungen". Er war 2011 mit Hansa aufgestiegen, wurde dann zwar entlassen, kam aber 2014 wieder zurück. Vielleicht sind es diese guten Erinnerungen, die uns antreiben. Möglichweise ist Motivation auch ein zukünftiges Sich-Erinnern-Wollen an in der Vergangenheit Erdanktes. Man kommt also deshalb ins Handeln, weil man sich vorstellt, wie man sich in der Zukunft vorstellt, wie man dort zufrieden auf das Erdankte zurückblickt. Und in der Zukunft kann man nur dann auf Erdanktes zurückblicken, wenn man jetzt beginnt zu danken.


Kommentare

(Bitte beachten Sie, dass Kommentare hier aus Anti-Diskriminierungsgründen auch zeitübergreifend möglich sind. Wir wollen ja keine Epoche und Dimension benachteiligen. Geblockt werden nur Luke Mockridge, Donald Trump und Thilo Mischke.)

vor 53 Jahren
Herr Goldammer, liebe Grüße aus Bulgarien. Ich sitze hier mit Eckhart Tolle, mit Eckhart Nicht-so-Tolle und mit Eckhart Tolle-Frisur auf der Terrasse. Ihre Biographie kenne ich, denn ich habe sie ja genau so schon vorhergesehen. Sie wollen wissen wie es weitergeht? Kommen sie doch einfach mal bei mir vorbei, dann vorhersage ich Ihnen die Jahre 2025 bis 2035. Sie können bei mir Bar bezahlen oder mit Karte, bevorzugt in Dollar oder harter D-Mark, aber bitte nicht Lira, Drachme, Peseten, Rubel oder andere Weichwährungen. Sparsame Grüße aus Sofia.
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vor 44 Jahren
Da drüben, im Wagenknecht Artikel, ist der Kommentarbereich geschlossen. Deshalb hier meine Antwort:

"Die Ursachen für die Verschlechterung der Weltsituation sind eindeutig. Bestimmte imperialistische Kreise, insbesondere der USA, haben dem Kurs der Konfrontation den Vorzug vor dem Kurs der Entspannung gegeben und setzen alle Mittel ein, um ihre NATO-Verbündeten in seinen Sog zu ziehen. Sie beschleunigen unentwegt das Wettrüsten und versuchen sich ein militärisches Übergewicht über die sozialistische Gemeinschaft zu verschaffen. Hand in Hand damit geht ihre ständige Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, ob im Mittleren und Nahen Osten oder auch in Europa. Dabei ist die imperialistische BRD an vorderer Stelle mit von der Partie. Als engster Verbündeter der USA, ihrer aggressivsten Kreise, übernimmt sie immer neue Aufgaben, damit die USA auch anderswo in der Welt ihre Droh- und Boykottpolitik gegen die Völker fortsetzen können. Dafür sprechen die Tatsachen, an denen auch noch so schöne Reden über Frieden und Entspannung nichts ändern.

Es bestätigt sich also, daß der Imperialismus sein aggressives Wesen niemals abgelegt hat. Von der Entspannung, deren Zustandekommen sie seinerzeit trotz heftigster Gegenwehr hinnehmen mußten, haben sich mächtige Kreise des Monopolkapitals im Sinne ihrer antisozialistischen, gegen die Interessen der Völker gerichteten Absichten etwas anderes versprochen, als tatsächlich herausgekommen ist. Ihnen paßt die ganze Richtung der friedlichen Koexistenz von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung nicht, weil sie ihrer Profitsucht, ihrem Gewaltstreben, ihrem Ausdehnungsdrang direkt zuwiderläuft. Auf abenteuerlichste Weise gefährden sie mit ihrem Konfrontationskurs letztlich alles, was den Völkern auf dem Wege der Entspannung bisher soviel Nutzen gebracht und die Perspektiven des Friedens verbessert hat."

Hinweis von Stephan Goldammer, einem ehemaligen DDR-Bürger und (als kleiner Junge) Mitfahrer bei Trabant, Wartburg und Lada: Diese Rede wurde von Erich Honecker 1980 in Gera (das liegt in Thüringen) gehalten, es ist ein Auszug aus dem Originaltext. Mich hat selbst erstaunt, wie gut das Bullshit-Bingo-Namedropping auf heute übertragbar ist. Die Rede ist 44 Jahre alt, aber man könnte Putin die Worte genauso in den Mund legen und keiner würde etwas bemerken. Desweiteren möchte ich darauf hinweisen, dass auch bei mir eine technologische Wende stattgefunden hat: Nach Trabant (Zwei-Takter-Sound!) wechselte ich als junger Mann mit Führerschein zu einem schwer monopolkapitalistischen VW Corrado (G60). Heute, als alter Mann (also über 30), juckt es mich manchmal, wieder einen Corrado zu kaufen, aber die ganzen abers...
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vor 10 Jahren
Niemand weiß, wer ich bin. Für Sie, Herr Goldammer, lüfte ich meine Identität. Ich war 1944 englischer Tiefflieger vor El-Alamein und wurde abgeschossen. Von einer 8,8 cm Flak, die zur Panzerabwehr eingesetzt wurde. Die blinden Krauts haben zu hoch geschossen. Ich stürzte ab in den Schnee. Afrikanische Beduinen pflegten mich mit Fett, Filz und Honig wieder gesund. Ich kehrte nach Bristol zurück und nahm eine neue Identität an. Ich kam auf den Namen "Joseph Beuys" unter dem ich fortan weiterlebte. Der deutschen Sprache nicht mächtig, redete ich oft wirres Zeug und verfiel in Schwermut und Aktionskunst. Leider wurde die wahre Hälfte meiner Biographie in Streifen geschnitten. Glauben sie nicht alles was im Internet steht, das hat schon Napoleon gesagt!
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vor 2 Jahren
Seit einigen Jahren lese ich in journalistischen Online-Artikeln immer öfter folgenden Satz: "Es gilt die Unschuldsvermutung". Meist geht es dabei um Prominente, gegen die ermittelt wird.

Da stellen sich für mich einige Fragen. Was genau bedeutet "Unschuldsvermutung"? Darf man nun, bis zum Beweis der Schuld, nur die Unschuld vermuten? Ab wann gilt die Unschuldsvermutung? Ab den ersten Gerüchten? Ab dem Zeitpunkt der Erstattung der Anzeige? Darf den Zeitpunkt oder Zeitraum ein Journalist festlegen? Wann endet die Unschuldsvermutung? Für wen gilt die Unschuldsvermutung? Für uns alle? Für das Opfer? Für den Täter? Für die Polizei? Nur für Journalisten? Für Privatpersonen? Es wäre doch sehr seltsam, wenn das Opfer nicht vermuten darf, dass der Täter auch der Täter sein könnte. Oder der Zeuge vor Gericht ist zur Unschuldsvermutung verpflichtet, wo er doch der Wahrheit verpflichtet ist. Wie soll so eine sinnvolle Zeugenaussage zustande kommen? Wer ist also an die Unschuldsvermutung gebunden? Wir alle? Der Richter? Der allwissende Kommentarschreiber von Welt-Online? Müssen wir bei jahre- bzw. teilweise jahrzehntelangen Gerichtsprozessen erst abwarten, bis gerichtlich die Schuld festgestellt wird, und vorher darf man nicht mal ein klitzekleines bisschen vermuten, dass der Täter schuld sein könnte? Oder dürfen wir nur im Konjunktiv sprechen, rettet uns das? Oder wenn dann irgendwann ein Urteil existiert, dürfen wir dann trotzdem weiterhin nichts vermuten, weil ja Berufung, Revision oder Wiederaufnahme möglich sind, und die Schuld möglichweise abgeändert wird (prominentes Beispiel: Manfred Genditzki). Sind bei gerichtlichen Fehlurteilen unsere vermeintlich falschen Schuldvermutungen rückwirkend doch wieder gültig? Bekomme ich im Spiegel-Online-Forum jetzt rückwirkend das Purple Heart und die Medal of Honor? Die Lage ist unklar, so viel ist klar (vermutlich).
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vor 30 Jahren
Als Jugendlicher in den 90ern las ich gerne die Silberbände von Perry Rhodan. Ich lieh sie mir von einem Freund aus Sagard (auf der Insel Rügen) und fuhr dann freihändig, den Roman in den Händen lesend, auf dem Fahrrad zu mir nach Hause (Borchtitz). Einen Silberband hatte ich in einer Nacht durchgelesen. Natürlich schaute ich auch gerne Star Trek und Star Wars. Aber eine Frage stellte ich mir nie: Warum gibt es kein "Recht" in der Science-Fiction? Warum gibt es keine Bürokratie in der Science-Fiction? Hat schon mal jemand Jean-Luc Picard hinter einem drei Meter großen Aktenstapel gesehen oder wenigstens mit einer Unterschriftenmappe? Sind schon mal Perry Rhodan oder Atlan verklagt worden, wegen der vielen Raumschiffe und Planeten, die sie zerballert und geschrottet haben? Oder angeklagt wegen der Personen, die sie getötet haben? Achso, das waren die Bösen? Ja, dann ist ja gut :-)

Es gibt zwar Science-Fiction, aber keine Law-Fiction. Die (komplizierte) technische Entwicklung von heute wird extrapoliert auf die Zukunft, aber keiner nimmt die (komplizierte) juristische Gesetzeslage von heute und extrapoliert sie in die Zukunft. Auch die Bürokratie von heute wird nicht in die Zukunft hochgerechnet, sie "verschwindet" einfach. Auch der Roman "1984" blendet das "Recht" und die "Bürokratie" aus, er kennt nur eine "Mini-Moral". Er basiert letztlich nur auf einigen wenigen moralischen Grundannahmen und entwirft daraus eine Handlung. Der Roman ist sozial-unterkomplex und spiegelt in keinster Weise eine realistische Ursache-Wirkungs-Kette hin zu einer möglichen Zukunft wider. Man kann aus dem Roman auch keine nützlichen Handlungsanweisungen herausziehen.

Ein Leser schrieb mir: "Aber Stephan, der Influencer bei Tik-Tok sagt, Trump würde Neusprech aus dem Roman 1984 verwenden. Der Influencer hat doch recht, oder?"

Meine Antwort: Vertraut ihm nicht! Vertraut nur mir! (ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha)
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vor 5 Jahren
Jetzt atmen wir mal alle locker durch die Hose und hören als synaptische Dehnungsübung "I Fought the Law" von Bobby Fuller aus dem Jahr 1965.

In der größten und längsten (Leute, die ist echt lang!) Science-Fiction-Serie der Welt ("Perry Rhodan") starb vor kurzem eine sehr wichtige Hauptfigur, der Mausbiber Gucky. Es gab einen riesigen Shit-Storm bei den Fans und die Romanautoren waren genötigt, einen redaktionellen Hinweis zu geben, dass der Mausbiber nicht wirklich gestorben wäre und bald wieder auferstehen würde. Ich vermute, das lag an den Abokündigungen, also an der Kohle. Gott sei Dank kann mir das nicht passieren, ich muss nicht schreiben was ihr hören wollt, sondern ich bin und bleibe euer unabhängiger und beleidigungsinvarianter Stephan "das Arschloch" Goldammer.

Sehr interessant ist eine soziologische Komponente dieses Shit-Storms. Wer bekannt und beliebt ist (also Gucky), der bekommt Aufmerksamkeit und Fürsprache. Wer aber nur eine Nummer im System ist, für den gibt es keine Abokündigungen. Und bei Perry Rhodan sind schon was-weiß-ich-wie-viele namenlose No-Names mit ihren gesamten Raumschiffen, Planeten, Galaxien usw. gestorben worden. Gab es da eine Petition? Ich frage ja nur!
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vor 80 Jahren
Hey Bro, was geht? Bescher ich hab da Schlussel von da Irrananstalt, als die da drinne, weischt du Alda! Konkret Digga! Da Leben ist sinnlosch, Bruder! Da Begriff ischt zu groß, man kann sich net neben das Lebe stelle und esch beobachte. Sinn mache nur Ding wo ma änder kann, Alda! Man kann Lebe nicht als gansche verstehn, weil da müsst du außerhalb des Leben trete. Das Lebe ist zu groß, keina kann da heraustrete, um davon zu berichta, digga! Machscht du Introvision, bist du konkret fett am Start Alda Bro Digga!
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vor 0 Jahren
In dem taz Artikel "Hanau-Überlebender stirbt an Spätfolgen" wurde in einer Art Nachruf der Tod und das Leben von Ibrahim Akkuş dargestellt. Dem alten Mann schoss der Hanau-Attentäter beide Beine weg und er lag sechs Jahre einsam und von der Familie gepflegt in seinem Bett, es kamen keine Anrufe, es gab kein Interesse und er starb im Grunde schon beim Attentat, denn man vergaß ihn einfach. ★ ★ ★ ★ ★ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆

Ebenfalls starb der nachhaltig und unheilbar schwerstbehinderte Maximilian Schulz in einem Bild-Zeitungs-Artikel ("Max beschließt, zu sterben"). Er wurde scheinbar gesund geboren, aber seine Knochen fingen schon als Kind an sich zu deformieren und sein Körper wurde zu einem einzigen Wrack, in dem ein frecher Geist lebte, der irgendwann trotzdem nicht mehr wollte. ★ ★ ★ ★ ★ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆

Die Höllenwoche ("Hell Week") der amerikanischen Navy Seals dauert fünfeinhalb Tage, von Sonntagabend bis Freitagnachmittag. Dabei müssen ohne Pause und ohne Schlaf rund um die Uhr in einem ewigen Kreislauf folgende Dinge getan werden: Endloses Dauerschwimmen im Pazifik. Wenn nicht geschwommen wird, liegt man stundenlang im eiskalten Wasser. Steigt man aus dem Wasser, muss man Baumstämme schleppen. Wenn man die Baumstämme ablegt, beginnen endlose Läufe im Sand. Der Sand scheuert die gesamte Haut am Körper auf und sechs Mann tragen gemeinsam beim Laufen ein Schlauchboot auf dem Kopf. Wenn die Läufe enden, ist der Hindernisparcours zu bewältigen, immer wieder, bis die Hände aufreißen oder man von den Aufbauten ("Sand-Dart") herunterstürzt. Dann geht es in die Schlauchboote und man paddelt und paddelt und paddelt. Nach drei Tagen ohne Schlaf beginnen die Halluzinationen, die nicht mehr aufhören. Rund um die Uhr müssen Liegestütze, Sit-Ups und Klimmzüge gemacht werden. Man darf nur 4 Stunden in der gesamten Woche schlafen (aber auch nur aus medizinischen Gründen, weil sonst das Gehirn irreparabel geschädigt werden würde). Weiterhin spielen die Ausbilder ständig Psychospielchen, um einen zum aufgeben zu bringen. Man darf jederzeit aufgeben, dazu muss man eine spezielle Glocke läuten. Tut man das, darf man nie wieder am Auswahlverfahren teilnehmen. ★ ★ ★ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆

Im März 2002 wurde der Navy Seal Neil Roberts bei einer Mission in den Bergen Afghanistans aus der Heckklappe seines Hubschraubers geschleudert. Roberts verteidigte sich bis zur letzten Patrone und letzten Handgranate gegen zahlreiche Talibankämpfer. Er erhielt dafür den Silver Star, eine hohe Tapferkeitsauszeichnung, auf sein Grab gelegt. Seine Kameraden kamen einige Zeit später mit einem weiteren Hubschrauber, um ihn zu retten. Dabei starb unter anderem der Soldat John Chapman, dem die Medal of Honor verliehen wurde, die höchste Tapferkeitsauszeichnung. Um wiederum diese Soldaten zu retten, begann eine weitere Rettungsmission, bei der weitere Soldaten starben. ★ ★ ★ ★ ★ ★ ☆ ☆ ☆ ☆

Im August 2014 wurde die spätere Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad in ihrem Dorf im Irak von Gewaltstraftätern des Islamischen Staates überfallen. Dabei wurde fast ihre gesamte Familie ermordet und sie selbst verschleppt, vergewaltigt und gefoltert. (Man sehe sich dazu auch das Gespräch von 2019 zwischen Frau Murad und Trump im Weißen Haus an.) ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ☆ ☆

Der Arzt und Psychiater Viktor Frankl hätte 1941 von Wien mit einem Visum in die USA ausreisen können. Er blieb in Wien, um seine Eltern, die kein Visum hatten, nicht allein zu lassen. Er überlebte seine Deportation und mehrere Konzentrationslager, u. a. Auschwitz. Fast seine gesamte Familie, auch seine Eltern, starb im KZ. Nach dem Krieg wurde er ein hochangesehener, weltberühmter und mit vielen Preisen und Ehrendoktoraten ausgezeichneter Sinn-Vermittler und Hip-Hopper. ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ☆

Im Juli 1944 sprengte Oberst i. G. Graf von Stauffenberg, mit einem Auge und einer Hand, die Holzbarracke von Großverbrecher Adolf Hitler in die polnische Luft, um in die Traditionslinie der Bundeswehr aufgenommen zu werden. Stauffenberg wurde kurze Zeit später auf Anweisung von Generaloberst Fromm erschossen. Dieser wiederum wurde einige Zeit später auf Anweisung Hitlers ebenfalls erschossen. Kein deutscher General erhob je seine Pistole gegen Hitler, ein körperlich schwerbehinderter Oberst musste es (hin-)richten. ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ☆ ☆

Frühjahr 2022: Nach dem völkerrechtswidrigen Angriff drangen russische Soldaten in das ukrainische Butscha ein, ermordeten, folterten und vergewaltigten hunderte Zivilisten und klauten deren Kühlschranke und Waschmaschinen. ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ☆

Im März 1968 landete der US-Army-Hubschrauberpilot Hugh Thompson in dem Dorf My Lai. Er sah, wie amerikanische Soldaten, seine eigenen Kameraden, ein Massaker an zahlreichen vietnamesischen Zivilisten verübten. Er sagte, wenn ihr nicht aufhört, schieße ich mit den Waffen meines Hubschraubers auf euch. Er konnte einige Vietnamesen retten und ausfliegen. Das unglaublich brutale Zerhacken von Menschen, Details erspare ich euch, ging trotzdem weiter. Einer der verantwortlichen Offiziere, William Calley, wurde zwar zu lebenslänglicher Haft verurteilt, aber schon am Folgetag vom amerikanischen Präsidenten begnadigt. ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ☆

Australische Soldaten von Spezialkräften (Australian Special Air Service Regiment) werden schwerer Kriegsverbrechen in Afghanistan verdächtigt. Sie sollen grundlos afghanische Zivilisten ermordet haben, für Orden, als Aufnahmeritual oder einfach, weil sie es konnten. Der oberste General Australiens und der Premierminister Australiens haben sich bereits bei Afghanistan dafür entschuldigt und die Ermittlungen laufen. Der Premierminister bereitet die Australier auf "schwierige und harte Nachrichten" vor. Ihr findet den vorläufigen Untersuchungsbericht beim googeln unter "IGADF-Afghanistan-Inquiry-Public-Release-Version" oder ihr schaut bei YouTube die ABC-Doku "Killing Field: Explosive new allegations of Australian special forces war crimes". Es gibt auch deutschsprachige Informationen. Der in Afghanistan eingesetzte Soldat Ben Roberts-Smith, ausgezeichnet mit dem Viktoria-Kreuz, der höchsten Tapferkeitsauszeichnung Australiens, darf nach einem zivilrechtlichen Gerichtsprozess (in dem seine Teilnahme an Kriegsverbrechen als "überwiegend wahrscheinlich" festgestellt wurde) medial weiterhin als Kriegsverbrecher bezeichnet werden. Trotzdem ist er (noch) frei. Ein strafrechtlicher Gerichtsprozess steht noch aus. ★ ★ ★ ★ ★ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆

Im April 2010 starb der deutsche Arzt Thomas Broer in seinem, durch die Haager Landkriegsordnung und Genfer Konvention vorschriftsmäßig mit einen großen roten Zielkreuz markierten, Bundeswehr-Sanitätsfahrzeug "Yak", durch das Panzerfaustgeschoss eines afghanischen Straftäterfeindes. ★ ★ ★ ★ ★ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆

Am 1. April 1972, im vietnamesischen Dschungel, kann es der amerikanische Green Beret John R. beim Anschleichen in einer streng geheimen Mission nicht mehr länger aushalten. Die geradezu übermenschlichen Anstrengungen in seinem Versteck sind vergebens. Nach der dritten Seite des Drehbuches zum Film "Rambo" muss er laut loslachen und wird entdeckt. Er lässt sich widerstandslos festnehmen und wird beim nächsten Gefangenenaustausch gegen drei Tüten Erdnüsse freigelassen. Peinlich berührt lebt er nun als drittklassiger Schauspieler unter dem Namen Sylvester Stallone in Hollywood und verarbeitet seine Erlebnisse in "Viet-Näm". ★ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆ ☆

Die Frage lautet: Wer ist der Härteste? Auf einer Härte-Skala von 1 bis 10 Sterne? Wer hat am meisten gelitten? Der Navy SEAL, der KSK-Soldat oder der Kampfschwimmer in seiner Höllenwoche? Die zwar hart, aber eben doch in gewisser Weise behütet, umgeben von Kameraden, ohne Feind, ohne Mörder, mit immer ausreichend medizinischer Versorgung in der Nähe? Was ist "Härte" überhaupt? Waren die Millionen an Opfern, die in den zahlreichen Übelkeiten der Weltgeschichte namenlos jahrelang gelitten haben, nicht viel härter, aber ohne Orden und ohne Hoffnung und auch ohne Sonderabzeichen "Kommandosoldat"? KSK ist "das Härteste, was man Menschen in einer Demokratie zumuten darf", aber was ist "das Härteste, was man Menschen in einer Diktatur oder in einem Massaker zumuten darf"? Wo sind die Opfer-Orden? Wo sind die Petitionen für Namenlose? Wo ist das Interesse?
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vor 30 Jahren
Hier sind einige geheime (und deshalb nur geflüsterte) Informationen über Spezialkräfte (VS-STRENG-GEHEIM):

Was macht ein Navy Seal, wenn er in Rente geht?

1. Bücher schreiben

2. Jedem sagen, dass der einzige leichte Tag gestern war.

3. Bücher darüber schreiben, dass der einzige leichte Tag gestern war.

Wie sieht der typische Tag eines KSK-Soldaten aus?

1. Schweinekopfwerfen.

2. 800 km marschieren, dann Frühstück.

3. Nochmal 400 km marschieren, da Kompass am Umkehrpunkt vergessen, anschließend NATO-Pause.

4. Im GeZi Urlaubsantrag einreichen (aufgrund von Bürokratie zieht sich das bis in die frühen Abendstunden).

5. Beim PFV (neue Art) vorbeischauen. Wehmütig an das eigene PFV (alte Art) denken.

6. Navy SEALs Videos gucken (danach Verlauf löschen).

7. Website www.stephangoldammer.de anschauen (in Favoriten abspeichern).

8. Privaten Munitionsvorrat prüfen (3 Wunderkerzen, 5 Knallfrösche und 37 Minuteman III Atomraketen).

9. Nochmal Schweinekopfwerfen.

10. Urlaubsantrag ist genehmigt: Es geht ohne Schlittenhund an den Südpol! (Kompaniechef kommentiert: Wenn du keinen Schlittenhund hast, bist DU der Schlittenhund!)
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vor 7 Oktaven
Guten Tag Herr Goldammer. Ich bin Violin Violino, der Violinenfußnotenschlüssel und Generaloberst der Heeresmusiktruppe. Jedes Musik-Korps der Bundeswehr hat 80.000 Soldaten. Es gibt insgesamt 15 Musik-Korps. Eine Million Musikanten kämpfen also gegen die roten Klavierkommunisten aus Moskau (Musikhauptwaffensystem: Stalinorgel). In der einen Hand die Geige und in der anderen Hand das Gewehr, so erschallet unser Marschgesang und tönet mit 150 Beats per Minute das knattern der Gewehre. Obersturmkapellmeister "Letzte Geige" sagte immer: Wir brauchen keine Panzer, wir brauchen kein U-Boot Hecht, wir werfen nur mit Noten, und singen laut und schlecht.

Motto der Heeresmusiktruppe: Krieg ist die Hölle, aber ganz hinten gehts eigentlich.
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Dies ist eine ultrafrühe Version meiner Website und dient erstmal nur zum Vorzeigen und Angeben. Mein 5000-köpfiges Websiteteam und mein 50.000-köpfiges Beraterteam wird bald eine neue, gut abgeschmeckte, leicht satirische, aber immer wahre Version dieser Website erstellen, auf die es sich zu warten lohnt. Schaut also immer mal wieder rein, denn lieber ein bekanntes Elend, als ein unbekanntes Elend.


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