Fußballzweikampftraining

Einer gegen Alle

Sehr viele schlaue Fußballer haben sich seit Jahrhunderten und Jahrtausenden viele schlaue Gedanken über den Fußball gemacht. Aber wo viele Leute sehr viel nachdenken, wird es schwer, noch Verbesserungen zu finden. Es gibt keine Geheimnisse mehr. Zu jeder Taktik gibt es die passende Gegentaktik. Zu jedem Trainingsdefizit gibt es das passende Zusatztraining. Zu jeder Verletzung gibt es die passende Vorbeugung. Zu jeder Anstrengung gibt es die passende Erholung. Zu jedem Fehler gibt es die passende Lösung. Wie beim Schach, weiß im Prinzip jeder, was bei diesem oder jenem Spielzug, Taktik, Training, körperlichem Defizit, Verletzung usw. als Gegenmittel helfen würde. Alle wissen das, alle Bundesliga-Trainer sind ungefähr gleich ausgebildet (Fußballllllehrer) und alle Bundesliga-Spieler haben im Großen und Ganzen dieselben Dinge an den Fußballschulen gelernt. Alle kochen nur mit Wasser und die Zusammensetzung des Wassers ist allen bekannt. Etwas wirklich Neues im Training gibt es nicht. Oder etwa doch?

Der Autor Stephan Goldammer hat zwar ein großes Hirn, aber nur mäßig begabte Füße. Bis auf Einsätze in der kombinierten A/B Jugend bei Traktor Sagard (Insel Rügen) Anfang der 90er Jahre gibt es nicht viel von ihm zu berichten. Aber er fiel er dem F.C. Hansa Rostock anheim, wie es sich für einen anständigen Nord-Ossi gehörte. Er erinnert sich noch an ein Freundschaftsspiel 1995 zwischen Hansa Rostock und PSV Eindhoven - und wie er die Spieler nicht den Autogrammkarten zuordnen konnte. "Das bin ich nicht" sagten ihm die Spieler. Klar, weil die alle mit ihren Aufstiegsglatzen ununterscheidbar gleich aussahen. In der Bundesligasaison wurden dann alle großen Namen besiegt: Schalke (Schaaaalke!), Dortmund (sogar 2x), Bayern (erst 0:0 gewonnen, dann im Rückspiel der 0:1 Sargnagel für Rehhagel), Bremen, 1860 München, St. Pauli, HSV (noch ohne Kühne). Am Ende 6. Platz in der Bundesligatabelle, unglaubliche Zeiten. Heute 6. Platz in der Dritten Liga. Aber dem Patienten 1860 München geht ja es noch schlechter, hust, hust... Der Autor darf verraten, dass er als Aufzugstechniker unter anderem in München-Harlaching und Grünwald unterwegs ist, und ab und zu mit einem winkenden Hansa-Schal die Bayern ärgert. Haaansaaaaaa! Bei der Aufzugs-Personenbefreiung werden dann natürlich alle gleich behandelt, also vielleicht :-)

Wo kann man im Fußballtraining noch etwas verbessern? Bei der Schnelligkeit? Da holt man nicht viel heraus, ähnlich wie Usain Bolt durch ein anderes Training nicht einfach mal 10 % schneller werden würde. Selbst 1 % wäre für ihn schon enorm viel. Aber soviel Aufwand im Fußball um 1 % besser zu werden? Wo einem die Trainingszeit dann an anderer Stelle fehlen würde? Der Hebel muss woanders liegen, nämlich dort, wo noch viele "Prozente" herauszuholen sind. Aber wo soll das sein, es ist doch schon alles abgegrast, oder? All die Fitnesstrainer, Ernährungsberater, Freistoßtrainer, Einwurftrainer, Co-Trainer, Sprinttrainer, Taktiktrainer, Motivationstrainer, Physiotherapeuten, Datenanalysten, Jugend-Trainer usw. haben doch schon alles aus den Spielern herausgeholt, oder? Wieso sollte ein Stephan "Fußballgott/-in" Goldammer hier noch etwas Nützliches beitragen können?

Wir haben nicht unendlich viel Trainingszeit und wir haben nicht unendlich viel Regenerationszeit. Es ist immer ein Abwägen. Welche Art von Training bringt maximalen Ertrag und welche Art von Training ist zwar auch "irgendwie gut", aber mit einer anderen Trainingsmethode hätte man noch mehr "Ertrag" herausgeholt. Nicht jede Art von Trainingszeit ist nützlich, sondern nur die Trainingszeit, die wirklich etwas verbessert, relativ zu anderen Vereinen, mit denen man in Konkurrenz steht. Wenn man nur das macht, was alle machen, steht man dort, wo alle stehen, im Mittelfeld der Gaußschen Glocke. Aber an welcher Trainingsstellschraube muss man drehen, um deutlich besser als die Konkurrenz zu werden? Da, wie oben schon erwähnt, bereits sehr viele Leute über den Fußball nachgedacht haben, ist das ziemlich schwierig. Ich möchte hier eine neue Trainingsmethode vorstellen, bei der man nicht 1 oder 2 oder 3 % besser wird, sondern ca. 1000, 2000 oder 3000 %. Man könnte diese Methode als "Verbesserung der Zweikampfhärte" bezeichnen. Auf diese Methode bin ich durch reines Nachdenken und Beobachten gekommen, ich habe keinen Kontakt zum "Fußballtrainingsgeschäft".


Zweikampfhärte - Teil 2

Kommentare

(Bitte beachten Sie, dass Kommentare hier aus Anti-Diskriminierungsgründen auch zeitübergreifend möglich sind. Wir wollen ja keine Epoche und Dimension benachteiligen. Besonders gerne gesehen sind Frank Pagelsdorf, Jens Härtel und Timo Lange.)

vor 120 Jahren
Herr Goldammer, Sie wissen aber schon, dass man "Alle" kleinschreibt, oder? Was dieses "Fußball" sein soll, weiß ich nicht, ich bin nämlich schon vor der Erfindung dieses "Fußballs" verstorben, als normativer Belehrer stehe ich aber gerne noch zur Verfügung.

Was meinen Sie? Der Fußball wurde schon zu meinen Lebzeiten erfunden? Ich habe davon nichts im Fernsehen gesehen!
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Diese Website ist eine fußballerische Offenbarung und wurde vom Fußballgott persönlich lektoriert. Es ist trotzdem nur die zweitschlechteste Mannschaft im Internet. Die schlechteste Mannschaft ist die von HGich.T. Diese hat zuletzt 1857 ein Tor geschossen und steht seitdem als Ruine im Netz. Hauptschuuuuhle!!!


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