Ihr hattet eure Chance. Jetzt sind wir dran.

Schlussstrich

Ich ziehe einen Schlussstrich unter mein politisches Engagement. Es hat keinen Zweck, ständig gegen den Unsinn da draußen anzukommentieren und anzureden. Ich habe mich während meiner Zeit als Feldwebel und später als Offizier sehr für Politik interessiert, habe alles verschlungen was mir in die Finger kam, habe mich mit sehr vielen Themen näher befasst, habe jahrelang die Zeit am Wochenende und nach Dienst zur Recherche genutzt, es ist auch mal an der Offizierschule ein Bestpreis für Politische Bildung herausgesprungen. Und was nützt es? Nichts! Hätte ich zehn Jahre rund um die Uhr World of Warcraft gezockt, es wäre das gleiche Ergebnis. Ich bin es leid, mich über die Widersprüche in den Argumentationen von Journalisten, Politikern, Wirtschaftswissenschaftlern, Bloggern, Nazis, Päpsten, Talkshowgästen, Komikern usw. aufzuregen. Das Internet wird vollgespammt mit dürren Analysen und einem dicken Brei aus Emotionen. Dies wirkt auch in Zeitungen und Bücher hinein. Es wäre zwar leicht zu zeigen, dass heute nicht die Lüge, sondern die Themen-Irrelevanz das Hauptproblem der Medien ist, aber ich lasse es, denn es bringt nichts. Jeder ist selbst verantwortlich für die heiße Luft, die aus seinem Mund kommt. Selbst ein Sascha Lobo, der jede Woche auf Spiegel-Online mehr Leute in seinem Kommentar erreicht als ich in meinem ganzen Leben, bewirkt: Nichts.

Wie oft sollen noch personenzentrierte Wahlkämpfe geführt werden? Jeder Pups von Trump wurde kommentiert, Sachthemen Fehlanzeige, höchstens mal eingebaut in einen Pups. Über Sachthemen wird in Deutschland nur aus Versehen geredet. Man stelle sich vor, in Deutschland würde der Sohn von Angela Merkel auch Kanzler. Das würden wir für ein mieses, undemokratisches Hinterzimmergeschacher halten. In Amerikas Familiendynastien ist das normal, Bush Vater und Sohn, Clinton Frau und Mann, Kennedy & Co. Auch in Deutschland gibt es diese klebhaften Spitzenpolitikerclans. Wie lange sehen wir Schäuble, Steinmeier & Co. schon im Fernsehen? Sie sitzen wie einbetoniert in ihren Sesseln. Die jüngeren Leute kannten doch nur Königin Merkel, die ewige Kanzlerin, 16 Jahre auf dem Thron, genauso lange wie Napoleon. Ihr Spezialgebiet: Stillstand, Verkomplizierung und Anrühren von Beton. Alle vier Jahre dasselbe Personentheater, wir wählen austauschbare Sprechblasenpuppen. Der Mensch will eben nicht belehrt werden, er will unterhalten werden. Deshalb liest auch keiner meine Website, zu oberlehrerhaft, zu unlustig, Familienphotos hat er auch keine, ganz zu Schweigen von seiner unpräsidial schlechten Kommasetzung. Außerdem muss ich mich bei der Google-Suche gegen harte Website-Konkurrenz durchsetzen. Ein Zahnarzt und ein Judomeister stehen noch über mir. Meine Freunde haben mich aber mit folgender Sichtweise getröstet: Der Judomeister haut dir die Zähne raus und der Zahnarzt setzt sie dir wieder ein.

Seit ca. 20 Jahren lese ich im Internet die Kommentare. Bei YouTube, auf Blogs, Zeitungen, Foren, bei Amazon usw. Auf Spiegel Online sind das früher häufig 500 Kommentare unter einem Artikel gewesen, meist sachlich und (alle zusammen) oft viel informativer und besser als der Artikel selbst. Bei Wikipedia liegt z. B. hinter jedem Artikel noch eine Diskussionsseite, die oft interessanter ist als der eigentliche Artikel. Fast wie ein Süchtiger, fast wie ein Autist habe ich Kommentare aufgesogen, zu allen möglichen Themen. 20 Jahre lang (mach ich nicht mehr, bin geheilt). Egal ob Esoterik oder Wissenschaft, ob Politik links oder rechts, ich wollte immer alle Meinungen hören, auch und vor allem von den Bekloppten. Da ich sehr schnell lesen kann, schaffe ich locker bis zu 1000 am Tag, an Wochenenden deutlich mehr, dies sind in einem Jahr ca. 100.000 Kommentare, in 20 Jahren also ca. zwei Millionen (grobe Schätzung, ich habe darüber nicht Buch geführt). Daraus speist sich mein Wissen darüber, was und wie Menschen denken. Es ist absolut ausgeschlossen im realen Leben an so viele Meinungen heranzukommen. Ich kann auch kaum noch im realen Leben mit jemandem politisch-sachbezogen reden, da er nicht die ganzen Querverästelungen und Minidifferenzen und Bedenke-dies-Bedenke-das gesehen, gedacht oder gehört hat. Ich denke sofort, hey bei deiner Meinung hast du dieses und jenes nicht mit dem und dem abgeglichen usw. Daher rede ich im Realen kaum noch über Sachthemen, denn der Gegenüber will meist nur ein bisschen plaudern. Daher auch die Website. Hier habe ich einen abgekapselten Raum und bin gleichzeitig öffentlich. Immer war und bin ich auf der Suche nach einer allumfassenden, endgültigen Lösung gewesen. Diese Lösung glaube ich gefunden zu haben.


Lösung

Die Lösung ist: Wir schreiben alle zusammen eine neue Verfassung. Klingt total verrückt, ist aber meines Erachtens der einzige Weg, um den verbalen und realen Unfug zu beenden bzw. auf ein Minimum herunterzufahren. Man streitet nicht mehr um Personen, sondern um Text, schwarz auf weiß. Olaf Scholz ist doch völlig überfordert, denn jede Einzelperson ist in der Politik überfordert. Daher die Abgabe von Teilverantwortung an alle. Mir geht mein eigenes Geschreibe (Gejammer?) schon längere Zeit selbst auf die Nerven. Weil du als One-Man-Show, trotz richtiger Analyse, politisch rein gar nichts erreichst. Der "gute König", der endlich alles "gut" macht, an dem haben sich schon viele versucht, aber den gibt es nicht. Kein Obama, kein Gandhi, kein Nelson Mandela. Wie viele Hoffnungen hat man in Obama gesteckt - und was war? Immer noch Guantanamo, immer noch Kriege, immer noch Ungleichheit. Wenn Obama so gut ist, warum kam dann Trump nach ihm? Ich finde Obama ist eine superstarke Persönlichkeit, ich mag ihn, eine ehrlichere Haut, aber substanziell verändern konnte auch er nichts.

Mein historisches "Vorbild" ist die Einführung des Grundgesetzes durch die westlichen Alliierten, in Kooperation mit der deutschen Führung. Die Amerikaner haben uns ein Grundgesetz gegeben, das mindestens ebenbürtig mit ihrer eigenen Verfassung ist, wenn nicht sogar besser. Aus der gesetzlichen Horrorwelt der Nazis wurde ein grund-gesetzlicher Traum. Aber das Grundgesetz wurde nicht vom Volk ausgearbeitet, sondern vom parlamentarischen Rat und es musste von den alliierten Militärgouverneuren abgesegnet werden. Kein Bürger konnte sich damals für oder gegen das Grundgesetz entscheiden. Wir haben westliches Glück gehabt, abstimmen konnten wir nicht. Heute würde ich vorschlagen, dies über eine Art staatliches Wikipediaprojekt zu machen. Zeitansatz: 10 bis 20 Jahre. Alle schreiben Online am Text der neuen Verfassung. Konkreter: Jeder Bürger in Deutschland erhält einen staatlichen Account, einmal mit Namen und einmal Anonym. Dann werden alle Gesetze, Verordnungen, Verfassung etc. hochgeladen und gemeinsam diskutiert, bearbeitet, verbessert usw. Jeder darf an allem mitschreiben. Gleichzeitig wird auch die Mittelverteilung offengelegt ("Haushaltsplan") und auch hier können dann alle Bürger mitdiskutieren und mitbestimmen über Steuersätze, Rentenhöhe etc. Es ist die ultimative Demokratie. Die bisherige historisch-demokratische Entwicklung wird damit konsequent zu Ende gedacht. Dank des technischen Vernetzungshilfsmittel "Internet" ist dies heute möglich. Es wäre die direkteste aller direkten Demokratien. Langfristig sollte auch die weltweite Verfassung, die UN-Verfassung (inklusive einer Reform des UN-Sicherheitsrates usw.), von allen Menschen gemeinsam geschrieben werden und damit all dieses Kriegsschlamassel etc. beendet werden. Das wird natürlich ein Riesenprojekt, eines der größten weltweiten Projekte die es je gab, aber irgendwo muss man anfangen. Verfassungen sind im Laufe der Jahrhunderte weltweit immer wieder verworfen, erneuert, verändert usw. worden. Es ist ungewohnt, weil es relativ selten passiert, und dass auch noch alle mitschreiben dürfen, ist noch ungewohnter. Trotzdem denke ich, dass es in hundert Jahren das Normalste der Welt sein wird, dass alle Bürger die Verfassung und Gesetze selber schreiben, weil es eine vollkommen logische Fortsetzung des Demokratiegedankens ist.

Die Begründung für das Projekt liegt in dem Schaffen eines Rechtssystems, das uns so viel wie möglich Bürokratie, Unsinn, Unfairness, Unlogik, Unfreiheit, Unwissenheit usw. erspart. Es gibt so viele Dinge über die man sprechen könnte, all die aufgeweichten Artikel des Grundgesetzes, nebst angeschlossener Gesetze und Paragraphen. All die Kompliziertheit und Unsicherheit, die sich über die Jahre eingeschlichen hat. Sprechen könnte man auch über die Schulbildung, der ein entscheidendes Fach fehlt, welches Unsicherheit, Unverstehbarkeit und Kompliziertheit verringern würde: Gesetzeskunde. Bildung wird heute hochgehalten, aber keiner spricht über Gesetzes-Bildung. Dabei ist fast alles, was die Leute als Erwachsene nervt, durch Gesetze verursacht. Stell dir vor, Kinder würden nicht Deutsch, Erdkunde und Mathe lernen, wie hilflos sie dann als Erwachsene wären. Stell dir vor, Kinder würden nicht Gesetzesbildung und Gesetzeskunde lernen, wie hilflos sie dann als Erwachsene wären. Wie sie über alle großen, ungelösten Probleme immer nur passiv lamentieren würden. Also lasst uns doch Volljuristen mit Lehrergehalt den Kindern Gesetzeskunde beibringen (und später Gesetzesveränderungskunde). Wissen ist Macht heißt es, Bildung ist wichtig heißt es, Lebenslanges Lernen ist wichtig heißt es, aber über Gesetze, dem entscheidenden politischen Instrument, welches unser Leben so massiv beeinflusst wie die Schwerkraft, lernst du in der Schule: Nichts.

Ich bin es leid, den siebenundachtzigtausendtrillionsten Bundestags-Untersuchungsausschuss zu sehen, der doch nichts ändert. Ich bin es leid, Sonntagsreden des Bundespräsidenten zu hören. Ich bin es leid, einer Multimillionärin Frau Schickedanz zuzuhören, wie sie bald in Hartz4-Verhältnissen leben muss. Ich bin es leid, mir die wirklich guten Auftritte von Politik-Kabarettist Volker Pispers anzusehen, denn es ändert nichts. Ich bin es leid, von dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post Klaus Zumwinkel die Moralansprachen an seine Mitarbeiter zu hören und dann ergeht Haftbefehl wegen Steuerhinterziehung. Ich bin es leid, von einen Volkswagen-Vorstand zu hören, man hätte von Diesel-Manipulationen nie etwas gewusst. Ich bin es leid, von Facebook und Mark Zuckerberg ausweichende Antworten zu Datensammelei und Datenweitergabe zu bekommen. Ich bin es leid, von NSA & Co. (nur zu meinem besten natürlich) bespioniert zu werden. Ich bin es leid, dass der verurteilte Veruntreuer in Millionenhöhe Peter Hartz, Namensgeber eines Konzeptes für arbeitslose Menschen wird. Ich bin es leid, einen bayerischen Fußballpräsidenten und verurteiltem Steuerhinterzieher in Millionenhöhe wenige Monate später wieder in Amt und Würden zu sehen. Ich bin es leid, mich über Aufsichtsräte aufzuregen, die lieber weggucken als hingucken (Wegguckrat müsste es heißen). Ich bin es leid, dass sinnlose Gewalt gegen Polizisten und Rettungskräfte stattfindet. Ich bin es leid, dass man bald zu Fuß über den Ozean von Alaska nach Russland gehen kann, weil der Plastikmüll im Pazifik sich so hoch stapelt. Ich bin es leid, mich über Wirtschaftsprüfer aufzuregen, die Wirecard-Bilanzen durchgewunken haben. Ich bin es leid, dass in einer Marktwirtschaft Landesbanken, Karstadt und alle großen systemrelevanten Verzocker "gerettet" werden. Ich bin es leid, dass manche ein Milliardenvermögen erben und der Großteil bei Null beginnt. Ich bin es leid, wütend zu sein, denn es ändert nichts. Jeder Aufreger, jeder Frust, aber auch jedes Engagement verpufft. Die abertausenden Frustreden am Stammtisch, sie verpuffen. Die abertausenden Kommentarspalten, sie verpuffen. Nichts ändert sich, bis auf ein bisschen Kosmetik hier und da. So geht es nicht weiter.

Grundgesetz Artikel 20 Abs. 2 Satz 1 lautet: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus." Nicht von oben wird entschieden, sondern von unten. In Prä-Internetzeiten hat man sich Vertreter gewählt, aber in Internetzeiten ist es möglich, alle Bürger in die Gesetzgebung mit einzubeziehen. Dies ist die perfekte Umsetzung des Grundgedankens aus dem Grundgesetz.


Personenzentriertheit

Die Personenzentriertheit von Medien und Politik zeigt nur, dass Personenzentriertheit uns nicht weiterbringt. Immer wieder wählen wir Leute, die bewiesen haben, dass sie nicht zur Vereinfachung fähig sind, die alles ins Absurde verkomplizieren, das Steuersystem, das Sozialsystem, sogar unser Kredit- und Haftungssystem. Der Thinktank Bundestag schafft es nicht, jetzt muss es der Thinktank Germany richten. Ist das Konzept einer GEZ noch zeitgemäß oder intern widersprüchlich? Gehört das Konzept Religion noch ins Grundgesetz? Religionen, die sich wichtig machen, aber über Jahrtausende ihre stümperhafte Inkompetenz in ethischen und moralischen Fragen bewiesen haben. Religionsausläufer wie der Islamismus, die sich wichtig machen, aber durch ihre Brutalität und Hass ihr eigenes Ende erzeugen werden. Einige Religionsanführer bekommen die Aufmerksamkeit des gesamten Westens und sind doch nur Kriminelle. Warum wird die Kirche immer noch steuerlich bevorteilt im Grundgesetz (Art. 140 GG)? Weil sie Gutes tut? Dann könnten wir auch das Rote-Kreuz reinschreiben und für sie staatlich die Steuer einziehen lassen. Oder ein Boris Becker, der sich dem Insolvenzverfahren durch diplomatische Immunität entziehen will. Oder Tour-de-France Profis, die erst nach Ablauf der Verjährungsfristen ihr Doping zugeben (aber die Namen der Hintermänner nicht nennen). Schwerstreiche Fußballprofis, die in Millionenhöhe Steuern hinterziehen und mit lächerlichen Bewährungsstrafen davonkommen. Ein Trump, der sich bei Verurteilung selbst begnadigen will (z. B. über den Trick, dass er kurz vor Amtsende zurücktritt, sein Vize und Parteifreund JD Vance dann Präsident wird und ihn begnadigt) und schon tausende schwere und schwerste Gewaltstraftäter begnadigt hat (welchen "Wert" haben Gerichtsurteile eigentlich noch?). Oder afrikanische Diktatoren, vor denen die Menschen flüchten müssen, denn sie wollen nicht ermordet, verhaftet, missbraucht, erschossen, enteignet, gefoltert, zerstückelt, verbrannt oder verhungert werden. Ein Kriegsverbrecher Putin, der sich ein Gesetz erlassen hat, welches ihn und seine Familie auf ewig vor Strafverfolgung schützt. Ein Staats-Mafia-Zar Putin, der russische Mörder und Schwerstvergewaltiger in die Freiheit entlässt, wenn sie als Soldaten lange genug im Ukrainekrieg durchhalten. Redakteure, die auf Satiremeldungen (Postillon, Titanic etc.) oder Relotius, Kujau, Kummer & Co. hereinfallen. Dr. Hauke Janssen von der Spiegel-Prüfstelle sagt: "Wir glauben erstmal gar nichts." Wie viel ist ihm wohl vor Relotius schon durch die Lappen gegangen? Wieso gibt es wegen satirischer Lappalien (Niehoff/Habeck ironisches "Schwachkopf Professional" und Bolz ironisches "Deutschland [steht morgens auf]") Hausdurchsuchungen? Wieso kann das Grundrecht "Unverletzlichkeit der Wohnung" nach Art. 13 GG wegen solcher satirischen Geringfügigkeiten beiseite geschoben werden? Wieso nicht erstmal einen Anhörungsbogen verschicken? Warum diese krasse Unverhältnismäßigkeit? Oder eine Polizei Heilbronn, die Anzeigen/Ermittlungsverfahren einleitet, wegen der Bezeichnung von Merz als "Pinocchio". Haben wir hier, trotz aller Bürokratie und Verfahrens-Stau in der Justiz, nicht noch eine selbsterzeugte Lappalien-Bürokratie obendrauf? Oder ein von vielen beklatschter, bejubelter und hofierter Sam Altman, der mit OpenAI (ChatGPT) das halbe Internet herunterlädt und damit einen gigantischen Urheberrechtsverstoß begeht. Hat NSA-Direktor Paul Nakasone schon unser Grundgesetz gelesen? Dort steht: Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich - und heute wird unser kompletter Datenverkehr mitgelesen bzw. keiner weiß, was gelesen wird und was nicht. Eine Realität, die 180 Grad verdreht dem Kerngedanken des Grundgesetzes widerspricht. Aber was soll man ändern, fragt sich der Bürger. Wer ist schuld? Das System? Die Personen? Fehlt "das Bewusstsein"?

Als Offizier der Bundeswehr lernst du, nicht für die Person Angela Merkel in den kriegsähnlichen Einsatz zu gehen und dein Leben aufs Spiel zu setzen, sondern für Werte, für den Geist des Grundgesetzes bzw. der Verfassung. Aber wozu soll man heute noch seinen Kopf hinhalten? Für diese ganz offensichtliche Misere und das ganze Politikschlamassel? Viele Soldaten fragen sich das, keiner ist so dumm, egal welcher Dienstgrad, all die Widersprüche nicht zu sehen. Wofür sind die deutschen Soldaten in Afghanistan gefallen oder verwundet worden? Ein kläglicher Abzug, viele dort im Stich gelassen und die Taliban an der Macht. Was ist mit ewigen Themen wie Sommerzeit und Winterzeit? Was ist mit Themen wie Genitalverstümmelung von Frauen weltweit? Wollen wir den Tätern nicht endlich mal die Eier langziehen? Wollen wir uns weiter über Lächerlichkeiten wie das Kirchenrecht amüsieren ("Macht euch keine Sorgen, den Täter werden wir intern nach Kirchenrecht verurteilen"). Tagein, Tagaus wird uns gesagt, wählen gehen ist ganz wichtig. Als die AfD auftaucht, möchte Herr Altmaier auf einmal nicht mehr, dass wir wählen gehen, wenn wir das Kreuz bei der AfD setzen. Dieses Verdrehen und Verbiegen von demokratischen Grundsätzen geht mir richtig gegen den Strich. Aber gegen Altmaier anzuschreiben - es bringt nichts. Gegen Altmaier anzuwitzeln - es bringt nichts. Gegen Altmaier anzuanalysieren - es bringt nichts. Oder ein Kanzler Schröder, der seinem lupenreinen Kriegstreiber Putin die ewige Treue hält. Oder ein Chrupalla, der ernsthaft in einer Talkshow bei Lanz sagt: "Putin hat mir nichts getan". Mit dieser Logik hätte er auch sagen können "Hitler hat mir nichts getan" oder "Stalin hat mir nichts getan" oder "Der Mörder aus der Nachbarschaft hat mir nichts getan". Ich bin es leid, präzise und sachlich, mit guten empirischen Belegen, mit präventivem Relevanzoptimismus, mit Logik oder mit vorsichtiger Zurückhaltung zu kommentieren, weil oft nur Brachialquatsch zurückkommt. Ich komme mir vor wie in einem Rettungsboot, das ein Loch hat und einige versuchen ständig ein zweites Loch zu bohren, denn dort würde das Wasser ja wieder rauslaufen. Ich will es dabei belassen, denn Jammern nützt gar nichts.


Halbfalsche Lösungen

Ich bin auf gar keinen Fall mit allen einer Meinung, die gegen das "System" sind. Schon gar nicht bin ich an körperlichen Auseinandersetzungen interessiert. Ich halte klassische Demonstrationen heute für sinnlos. Zum Beispiel ein Dietrich Wagner, der bei einer Stuttgart-21-Demo sein Augenlicht durch Wasserwerfer verloren hat. Trotz großem Schaden an seiner Gesundheit hat er rein gar nichts erreicht. Im Gegenteil. Obwohl Stuttgart einen grünen Oberbürgermeister hat, obwohl Baden-Württemberg eine grüne Regierung hat, obwohl die Grünen immer gegen den Bahnhof waren, wird er trotzdem gebaut. Früher habe ich geglaubt, dass bei der Volksabstimmung über den Bahnhof Stuttgart-21 mit der simplen Frage "Soll der Bahnhof gebaut werden?" mit Ja oder Nein abgestimmt wurde, das stimmt aber so nicht - die Volksabstimmungs-Frage war deutlich komplizierter und verwirrender formuliert und im Grunde bedeutete ein Kreuz bei Ja gleich Nein und Nein gleich Ja. Demos sind heute sinnlose Klopperei, Zertrümmern von Geschäften und politisches Kasperletheater zur Selbstdarstellung geworden. Wir-sind-das-Volk Demos, die ich auf DDR-Seite noch erlebt habe, waren wohl die letzten sinnvollen Demos. Klassische Demos sind gut für ausweglose Notfallsituationen, heute braucht man aber viel Nachdenken, Recherche, Vernetzung, Kommunikation - eine Art Internet-Dauer-Demo für Jedermann. Es gibt ja heute mit den Blogs und Kommentarspalten schon Ansätze für Veränderungen, nur münden die im Nichts. Alles verpufft. Wäre doch viel besser, wenn das gebündelte Kommentar-Know-How von 80 Millionen am Ende in bessere Gesetze münden würde.

Wie war es bisher in der Politik (manchmal auch im Unternehmen)? Einer stellt sich vorne hin, sagt "so und so machen wir das" (Hartz, Steuer, Klima, Schule, Bundeswehr usw.) und ich wusste: Jetzt folgt Stillstand und Verkomplizierung. Eine Einzelperson, also beispielsweise ein Bundestagsabgeordneter, ein Minister, ein Kanzler, ist viel, viel leichter von Lobbyisten zu bearbeiten als 80 Millionen Bürger. 700 Leute im Bundestag oder 700 Leute im Europaparlament kann man theoretisch mit vertretbarem Aufwand monetär lobbyieren (und das lobbyieren verschleiern), aber nicht 80 Millionen Deutsche bzw. 450 Millionen Europäer. Die Sogkraft des Kapitals trifft auf nur sehr wenige Entscheider, dies birgt immer Gefahren. Das Kapital ist ja schlau. Über 700 Leute hat es schnell ein Tarnnetz geworfen, aber nicht über 80 Millionen. Drastisch gesagt: 700 Leute kann man kaufen, aber nicht 80 Millionen. Heutige Spitzenpolitiker erhalten hier mal einen Posten, da mal einen Beratervertrag, ein Vortragshonorar, eine Parteispende usw. Zu König- und Kaiserzeiten war es noch einfacher, da konnten sich alle Interessengruppen auf nur eine Person konzentrieren. Selbst wenn man den Grauzonenlobbyismus mal weglässt, eine einzelne Person kann unmöglich die extreme Vielfalt der politischen Interessengruppen unter einen fairen Hut bekommen, es wird am Ende immer ein Gewurschtel, welches dann in immer kompliziertere Gesetze mündet.

Wir haben zwar Gewaltenteilung in Deutschland, aber während in der Exekutive Millionen von Menschen arbeiten (Polizisten, Bundeswehr, Verwaltung, Behörden aller Art), sitzen an den Hebeln der Legislative gerade mal ein paar Hundert. Legislative und Exekutive unterscheiden sich also, je nach Berechnungsmethode, ca. um den Faktor Tausend. Dieser Faktor wird noch größer, wenn man bedenkt, dass die meisten Bundestagsabgeordneten die Gesetze im Grunde nur abnicken, die vorher in den Fachausschüssen von wenigen Politikern "gemacht" wurden. Wie dieses "gemacht" ganz konkret aussieht und wieviel "Wissen", "Zeit" und "Gerechtigkeit" ein gewählter Politiker dort einbringt, ist im Übrigen bis heute vollkommen offen. Außer ein paar Allgemeinplätzen erfährt man fast Nichts darüber. Im Maschinenraum der Gesetzgebung arbeiten nur ein paar wenige legislative Heizer. Dieser so wichtige Maschinenraum liegt aber völlig im demokratischen Dunkeln. Ein weiteres Problem ist, dass die Regierung (Exekutive) und der Bundestag (Legislative) nicht voneinander getrennt sind, denn die Mitglieder der Regierung sind auch Teil des Bundestages, so vermischen sich Exekutive und Legislative. Im Grunde müsste die Regierung nochmal vollständig extra gewählt werden, in einer eigenen "Regierungswahl", zusätzlich zur "Bundestagswahl". Auch sind die Mitglieder der Regierung immer noch in ihren eigenen Parteien/Fraktionen des Bundestages. Eine vollständige Trennung, so wie es die Gewaltenteilung eigentlich vorsieht, sieht anders aus. Auch die Besetzung des Bundesverfassungsgerichtes (Königin der Judikative) wird durch den Bundestag/Bundesrat bestimmt. Zum Beispiel der aktuelle Präsident des Bundesverfassungsgerichtes Stephan Harbarth war fast 10 Jahre Bundestagsabgeordneter und hochrangiges Mitglied der CDU. Er bekommt also heute zum Teil seine eigenen Gesetze auf den Richtertisch. Noch dazu haben wir aktuell einen CDU-Kanzler. Wie kann jemand in so hoher Position unabhängig sein, wenn er über Gesetze entscheiden soll, über die er selbst im Bundestag mitabgestimmt hat und die von seiner eigenen Partei stammen? Die Gewaltenteilung wird an den entscheidenden Stellschrauben zu einer Gewaltenverklumpung. Entweder die Gewaltenteilung ist eine "Teilung", oder sie ist etwas anderes, aber dann sollte man doch bitte nicht immer und überall das Wort "Teilung" verwenden. In fast allen Büchern, insbesondere Schulbüchern, findet man nur das Wort "Teilung", obwohl faktisch, insbesondere an den wichtigen Schaltzentralen, keine echte Teilung stattfindet. Auch die sogenannte unabhängige Bundesbank bzw. deren Führung (Vorstand) wird aus einer Mischung von Bundesregierung, Bundesrat und Bundespräsident (alle mit der Zusatzvermischung der Parteizugehörigkeit) ernannt. Wer ist hier eigentlich wirklich unabhängig von wem und was ist hier mit der Gewaltenteilung? Wir haben doch alle gesehen, wie wichtig die Zentralbanken in einer Finanzkrise sind. Wie können diese ihre "Unabhängigkeit" wahren, wenn sie direkt von der Politik besetzt werden?

Mir geht es vor allem darum, Begriffe zu hinterfragen, denn Begriffe ziehen uns oft in einen Tunnel hinein. Wenn man also in einem Schulbuch liest "Gewaltenteilung", dann fühlt man sich gut, und denkt, alles super (in Deutschland), jetzt kann ich ja aufhören mich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen, ist ja alles bestens geregelt. Wenn man sich aber nicht in diesen Tunnel hineinziehen lässt, sondern (die Begriffe) hinterfragen würde, dann sieht man, dass dort, dort, dort, dort, hier, hier, hier und dort, dort, dort, dort und hier, dort und hier faktisch gar keine Gewaltenteilung stattfindet. Ein weiterer beliebter "Tunnel" in den man hineingezogen wird, sind Bilder, wie z. B. eine altgriechische Akropolis, die auf drei stabilen Säulen steht, die mit Exekutive, Legislative, Judikative beschriftet sind. Bei einer solchen "Bild-Stabilität" fängt das Gehirn erst gar nicht an zu hinterfragen, ob eventuell ein paar kleine "Problemchen" vorliegen könnten. Die sogenannte (altgriechische) "Wiege der Demokratie", die zu ca. 90 % [1] aus rechtlosen Sklaven und rechtlosen Frauen bestand, müsste nämlich ebenfalls hinterfragt werden, zumindest müsste man die Frage zulassen, ob wir solch ein Unrechtssystem als Vorbild oder "Wiege" oder Traditionslinie für unsere heutige Demokratie wollen.

[1] Die genauen Zahlen sind natürlich quellenabhängig. Man kann aber wohl grob abschätzen, dass nur ca. 10 % der altgriechischen Bevölkerung (politische) Rechte hatte, der Rest war rechtlos. Diese Rechte waren den sogenannten "Bürgern" vorbehalten, womit eine kleine, männliche Elite gemeint war. Frauen, Sklaven und Fremde hatten keine Rechte. Der Begriff "Bürger" meinte also nicht alle Menschen die dort lebten, sondern nur eine kleine Minderheit. Auch bei der Französischen Revolution waren die Menschenrechte nur den Männern vorbehalten. Mit Mensch meinte man damals einen Mann. Frauen hatten auch nach der Französischen Revolution keine Rechte. Als die berühmte Olympe de Gouges (eine Frau) darauf hinwies, dass es doch schön wäre, wenn auch Frauen Rechte hätten, wurde sie hingerichtet. Es geht also um das genaue (historische) Hinterfragen von Begriffen und man sollte sich nicht gleich von einem positiv besetzten Begriff wie "Bürger" oder "Mensch" in einen Tunnel reinziehen lassen. Nur im Konkreten zeigt sich deine Wahrheit.

Alle Jahre wieder kommen sie, die 100 Unterschriften der Nobelpreisträger, die 100 Unterschriften der Professoren, die 100 Unterschriften der Schriftsteller (ich habe noch nie die 100 Unterschriften der Obdachlosen auf der Titelseite gesehen). Da soll dann wieder was mit dem Euro sein, oder dem Klima, oder dem Krieg, oder dem Was-Weiß-Ich. Muss ich ja gar nicht wissen, die elitären Profis kümmern sich. Wird schon. Ach nee, wird ja nicht! Ein Menschenleben ist zu kurz, bis man die Veräppelung bemerkt, eingelullt in Zeitschriftenpapier, geht man auch schon wieder waagerecht ins Himmelreich. Weil wir auf Narrativspezialisten hereinfallen. Weil uns politische Erzähler ihre Geschichten erzählen, und wir, wie im Roman, zwar zusehen, aber nicht eingreifen können.


Gesetzesdummheit

Niemand ist dumm, in einem allgemeinen Sinne. Aber natürlich ist jeder von uns "dumm" in Teilbereichen, von denen er noch nie etwas gehört hat oder mit denen er sich nie beschäftigt hat. Die allermeisten Menschen sind gesetzesdumm, da sie weder in der Schule als Schulfach, noch später im Leben, irgendeine Form der "Gesetzeskunde" gelernt bzw. erlernt haben. Obwohl fast alles, was die Leute als Erwachsene nervt, letztlich durch Gesetze verursacht wird, hat so gut wie niemand ein gutes Verständnis von Gesetzen. Beispielsweise bejubeln viele die Generative KI (z. B. ChatGPT), dabei ist das weltweite Sammeln der Trainingsdaten ein gigantischer Urheberrechtsverstoß. So groß ist dieser Gesetzesverstoß, dass man bereits (meines Erachtens) im sogenannten Urheberstrafrecht ist. Der § 108a UrhG sieht für geschäftsmäßige Urheberrechtsverletzungen bis zu 5 Jahre Haft vor. Befrage mal 100 Leute auf der Straße dazu, von diesem Paragraphen hat noch nie einer was gehört. Der existiert aber seit Jahrzehnten. Als Gegenargument höre ich dann, "aber KI ist doch so bequem!" Ja sicher, aber wenn der Input, also die Trainingsdaten, zum Großteil illegal erworben wurde, dann profitierst du von Gesetzesverstößen. Willst du das? Man hat weltweit den monetär armen Künstlern millionenfach ihre Bilder, Musik, Stimmen, Texte, Videos usw. geklaut, ohne zu fragen oder zu vergüten. Da aber "Gesetzesdummheit" vorherrscht, können die meisten Menschen gar nicht die richtigen Fragen stellen. Meist wird nur personenzentriert die Schuld zugeschoben (der Talkshow-Wanderschuldpreis) statt mal über den Gesetzestext zu reden. Mit dem Argument "bequem" könnte man auch im Supermarkt die Waren ohne zu bezahlen mitnehmen, denn "das ist ja so bequem".

Hinweis: Ich verwende NIEMALS KI auf meiner Website. Ich habe aber nichts gegen die Technologie KI an sich, ich habe nur etwas gegen die Rechtsbrüche. Es kann doch nicht sein, dass du als normaler Bürger für den Download von ein paar Bilderschnappschüssen oder Musikstücken für mehrere hundert Euro abgemahnt wirst, und die KI lädt das halbe Internet herunter und es passiert: Nichts.

Kaum einer schaut heute auf den konkreten Gesetzestext, lieber wird geschaut, welchen Pups denn Trump, Baerbock, Habeck, Özdemir, Klingbeil, Scholz, Steinmeier, Merz, Merkel, Lindner, Chrupalla, Weidel, Höcke usw. wieder abgegeben haben. Mit dieser Personenzentriertheit wird das ganze Internet vollgepupst. Aber ein kleiner Mann erhebt sich. Stephan "Arschzusammenkneifer" Goldammer gibt euch mal ein konkretes Beispiel. Das Unternehmen Meta/Facebook hat eine neue "Meta-Brille" herausgebracht. Sie sieht aus wie eine normale Brille, enthält aber eine Kamera und ein Mikrofon. Mark "Datenschützer" Zuckerberg ist ganz begeistert davon. Jetzt stellen wir uns mal vor, jemand besucht euch mit so einer Brille in eurer Wohnung. Derjenige verstößt dabei gleich gegen zwei Paragraphen aus dem Strafgesetzbuch. Einmal gegen § 201 StGB (Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes, bis zu 3 Jahre Haft) und gegen § 201a StGB (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen, bis zu 2 Jahre Haft). Laut Medienberichten werden die aufgenommenen Videos in Kenia von echten Menschen ausgewertet, die teilweise intimste Dinge zu sehen bekommen. Auch z. B. Apps auf eurem Handy, die euch anzeigen, welcher Song gerade läuft, müssen notwendigerweise die gesamte Audioumwelt aufnehmen, auch dies kann gegen § 201 StGB (der Versuch ist bereits strafbar) verstoßen. Wenn also diese Person euch zu Hause besucht und auf ihrem Handy läuft permanent eine App im Hintergrund, die über das Handy-Mikrofon die Hintergrund-Musik abhört, dann nimmt sie erst einmal auch eure gesprochenen Worte auf (könnte ja Hip-Hop sein). Ein ähnliches Problem stellen Geräte wie Alexa dar, die permanent in der Wohnung "das gesprochene Wort" überwachen. Woher soll z. B. ein Besucher in der Wohnung wissen, ob und wo so ein Gerät steht, und sein vertrauliches Wort möglicherweise gerade aufgezeichnet wird. Eins ist auch klar, über Bußgelder, selbst in Millionenhöhe, lachen Konzerne nur. Über das (angewandte) Strafrecht lacht keiner mehr. Es geht mir hier auch nicht darum, die perfekte juristische Analyse im Gutachten-Stil zu machen, sondern ein ganz kleines Beispiel zu geben, wie wir weg von dieser, vor allem medialen, Personenzentriertheit kommen. Journalisten sollten viel öfter in ihre Artikel auch Juristen (gerne auch Staatsanwälte oder Richter) einbinden, die uns ganz konkret und sachlich die möglichen Gesetzesverstöße aufzeigen. Die steueroptimierten "Tech-Bros" (Altman, Musk, Zuckerberg, Gates usw.) werden medial abgefeiert, aber kaum einer hinterfragt die Einhaltung der bestehenden Gesetze. Ein weiteres Beispiel sind Vermieter, die heimlich Kameras in den Wohnungen installieren und die Mieter bei teilweise intimsten Situationen filmen, und diese Videos möglichweise auch im Internet landen. Zum Beispiel ein Vermieter aus der italienischen Stadt L’Aquila, der in zahlreichen Wohnungen überall Kameras installiert hat und appgesteuert sich die dort aufgenommen Videos angesehen hat.


Paradigmenwechsel

Der amerikanische Wissenschaftshistoriker Professor Thomas S. Kuhn spricht von einem Paradigmenwechsel, aber erst dann, wenn eine große Alternative, ein neues Paradigma zur Auswahl steht. Das neue Paradigma muss alle Probleme lösen, die auch das Alte lösen konnte und zusätzlich noch bisher ungelöste Probleme. Sonst macht es keinen Sinn es einzuführen. So wie in der Physik das Standardmodell der Kosmologie nicht einfach weggeworfen wird, nur weil die äußere, zu schnelle Drehbewegung der Galaxien nicht zum Modell passt. Es werden dann Krücken dorthinein erfunden, die dunkle Materie, damit die Berechnungen passen und das alte Paradigma erhalten bleibt. Das neue Physikmodell (das neue Paradigma) müsste alte und neue Probleme gleichzeitig lösen. Das ist extrem schwer und erfordert sehr viel Gehirnschmalz. Da ich, Stephan Goldammer, für meine Bescheidenheit bekannt bin, habe ich nichts weiter als ein neues Politik-Paradigma in der Tasche. Lasst uns das alte Grundgesetz und das neue, online geschriebene Grundgesetz nebeneinanderstellen und die Leute stimmen an der Wahlurne ab, nachdem alle zusammen ca. 10 oder 20 Jahre daran gefeilt haben. Nur mit dem Angebot einer großen Alternative wird es einen Paradigmenwechsel in der Politik geben. Hinweis: Dass ich hier manchmal auf der Website meinen eigenen Namen einfließen lasse, soll eine Art Pschyrembel-Steinlaus Kopierschutz sein.

Überall sehe ich Krücken, weil das alte Paradigma knarzt wie eine Holzplanke auf der Bounty. Im Steuersystem gibt es irrsinnig komplizierte Krücken, im Sozialsystem gibt es irrsinnig unverständliche Krücken, im Schulsystem gibt es Krücken, überall gibt es Krücken. Es gibt Bürokratieabbaugesetze, die alles noch bürokratischer machen, alles nur, damit das Paradigma erhalten bleiben kann. Auch die Bundeswehr, die ich ja 12 Jahre erlebt habe, steckt voll mit Bürokratie. Diese Krücken erhöhen aber den Druck im Kessel, mit Auswüchsen wie Querdenkern, Reichsbürgern, Coronaleugnern, Demonstrantenverkloppern usw. Es gibt kein Ventil, der Frust schlägt in Gewalt (z. B. Kapitolstürmung USA und Reichsbürgerputsch) oder Resignation (die Mehrheit) um, je nach Charakter. Ich würde als ein Übel die vertikale Personenzentriertheit ausmachen, nach dem Motto, "die da oben" werden es schon richten, die Generäle, die Vorstände, der Bundestrainer, der Kanzler, der Papst oder der liebe Gott (also Elon Musk). Sie kriegen es aber nicht hin, daher: Ihr hattet eure Chance. Jetzt sind wir dran.

Was ist das alte Paradigma? Dass einige wenige Profis (gewählte Abgeordnete, Minister etc.) die politischen Gesetze machen. Was ist das neue Paradigma? Dass alle Bürger die politischen Gesetze machen. Inklusive der Geldmittelverteilung, sonst wäre es witzlos. Als Beispiel: Heute macht Gesundheitsminister Karl Lauterbach mit seinen Fachpolitikern und seinen Beratern und Zuarbeitern im Ministerium die Gesetze. Dagegen stehen in Deutschland 500.000 Ärzte und mindestens nochmal so viele Krankenschwestern und Pfleger. Es stehen also ein paar Hundert gegen eine Million. Wer wird es wohl besser machen?


Soziale Plastik

In einem Interview sagt Joseph Beuys, wir Menschen sind doch alle kleine Götter. Genau, und diese kleinen Götter können jetzt Gott spielen, jeder ein bisschen, keiner zu viel, denn jeder hat nur einen Account. Man könnte das Projekt auch als die Soziale Plastik von Beuys sehen, die er sich vielleicht in dieser Form gewünscht hätte, in Prä-Internet-Zeiten aber nicht finden konnte. Sie ist sozial, denn alle machen mit. Sie ist veränderbar und kreativ, also plastisch verformbar. Sie ist lebensrelevant, sie wird von jedem erstellt und wirkt auf jeden zurück. Sie ist in ihrem Kern unsichtbar, denn Gesetze sind geistige Geschöpfe. Sie macht Jeden zum Politiker (nicht: Berufspolitiker), denn Jeder ist ein Künstler (nicht: Berufskünstler). Sie ist gestalterisch, du kannst jedes und alle Gesetze mitgestalten. Leider ist Beuys recht früh gestorben, er wäre heute knapp über hundert Jahre alt. Gerne hätte ich seine Meinung dazu gehört, auch, weil Kunstprofessor Joseph Beuys einfach ein cooler Typ ist. Wie stark ist bitte sein Lied Sonne statt Reagan, seine JaJaJa-NeeNeeNee Vorlesung oder sein Kunstwerk "Fettstuhl".


Vorübergehender Hinweis: Dieser Artikel erschien in seiner Grobfassung bereits bei mir auf Google+ vor ca. 10 Jahren. Ich glaube das Alter merkt man bei einigen Textzeilen. Google+ war eine Art seriöses Facebook und damals schon so gut wie tot. Fast keiner nutzte es. Ich wollte aber auch nicht auf das überlaufene und überdrehte Facebook. Also löschte ich meine Texte und sie erscheinen nun überarbeitet und aktualisiert hier auf meiner privaten Website. Ist aber alles noch im Aufbau. Wichtig ist mir, dass ich hier die volle Kontrolle über meine Texte, Bilder, Kommentare, Formatierungen, HTML und CSS habe, alles stammt von mir. Google+ fing damals auf einmal an meine Texte verschwinden zu lassen, ohne Ankündigung, einfach so. Auch ganze Foren werden manchmal komplett gelöscht, inklusive aller Beiträge. Soviel Zeit investiert und alles weg. Das passiert mir nicht nochmal. Diese Website ist vollständig privat. Es gibt keine Werbung und auch keine Links nach draußen. Man kann auch nichts anklicken, auch die Kommentare nicht, hehe :-) Für mich ist die Website die Offenlegung meiner Gehirninhalte, ohne direkte Interaktionsmöglichkeit für den Gegenüber. Wie eine Statue, wie ein Text-Kunstwerk, wie ein Buch - kann man sich anschauen, kann man drin blättern, kann man drüber nachdenken. Aufgrund der Komplexität mancher Themen findet die Interaktion über meine zeitgenössischen Kommentatoren statt. So wie die Figuren in Herr der Ringe oder Harry Potter das Salz in der Suppe sind und nicht der Erzähler. Die Figuren beleuchten den Erzähler, nicht umgekehrt. Ich hätte Spaß daran, für den Rest meines Lebens hier in diesem Stil weiterzuschreiben. Schaun wir mal wohin es führt. Es gibt noch einiges in der Pipeline beim Vizeweltmeister im Ankündigen.


Kommentare

(Bitte beachten Sie, dass Kommentare hier aus Anti-Diskriminierungsgründen auch zeitübergreifend möglich sind. Wir wollen ja keine Epoche und Dimension benachteiligen. Geblockt werden nur Nazis, Spiegel-Redakteure und Xavier Naidoo.)

vor 40 Jahren
Guten Tag, Herr Goldammer. Leider bin ich 1986 schon verstorben, daher jetzt erst mein Kommentar. Meine Bodenstation wurde in der Nordsee verstreut, als Fischfutter für die Seehasen. Ich verrate Ihnen mal was. Von Leuten denen es gut geht, kommt keine Kunst. Nur der Dauerschmerz erzeugt große Kunst. Ich habe keine Schmerzen mehr. Bitte führen Sie mein Werk weiter. Am Fettstuhl hab ich noch etwas vergessen, packen sie doch oben links etwas Margarine drauf, dann passt 's. Ich ernenne sie hiermit zu meinem Meisterschülerfahrradputzer II. Klasse.
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vor 500 Jahren
Ich sehe 2024 den Weltuntergang voraus. Die Kunst ist immer Vorreiter gewesen, wird also mit dem Untergang frühzeitig beginnen und das letzte große Kunstwerk, die Zerstörung aller Kunstwerke, einleiten. Ich nenne dies den verengten Kunstbegriff.
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vor 40 Jahren
Herr Goldammer, ihre Idee ist sehr mächtig und wird die Zukunft entscheidend verändern. Damit dies auch so bleibt, wurde ich, der Terminator, aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt, um Sie zu beschützen. Gerade bin ich aus der Zeitkapsel gestiegen: wie immer, nackt. Aber das scheint, hier am FKK-Nacktbadestrand Warnemünde, niemanden zu stören. Als ich mir gerade Klamotten besorgen wollte (Lederjacke, Lederhose, schwarze Sonnenbrille), bin ich in einen Hundehaufen getreten. Warum sind die Hundestrände und FKK-Strände immer direkt nebeneinander? Alle weiteren Informationen in der nächsten Nachricht. Ich melde mich wieder!
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vor 30 Jahren
Ihr Vorschlag des gemeinsamen Online-Schreibens von Gesetzen, stellt eine permanente Falsifizierung aller Ideen und Gedanken von allen Menschen fast zeitgleich dar. Jahrtausende der üblichen Geschichtsausprobiererei werden damit zu Tagen und Stunden. Ich wäre gerne selber auf diese Idee gekommen, aber ich habe soviel getischlert, gebelehrt und gebessergewusst. Mein Falsifikationismus, also das Verwerfen von Theorien, wenn ein Gegenbeispiel um die Ecke kommt, hatte ein Problem, man konnte es nicht auf sich selbst anwenden, man kann das falsifizieren nicht falsifizieren. Nur Münchhausen kann sich selbst am Schopfe packen und herausziehen. Daran habe ich ein Leben lang zu knabbern gehabt. Wittgenstein würde sagen, mach dir keine Sorgen altes Popperchen, das eine ist ein Sprachspiel, und die Metaebene ist ein neues Sprachspiel, beide sprechen ihre eigene Sprachspielsprache. Aber Wittgensteins Lösung, einfach die übergeordnete Ebene zu einem neuen Sprachspiel zu erklären, ist doch ein Taschenspielertrick. Herr Goldammer, ich übergebe daher das Problem an Sie: Den Großmeister der Metaphysik.
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vor 40 Jahren
Servus, Herr Goldammer. Sie und ihre Idee werden leider zu mächtig, daher wurde ich von Skynet in die Vergangenheit geschickt, um sie zu gendern und zu federn. Ich bin der erste diverse Terminator und viel, viel stärker, intelligenter, blauer, reicher und schöner als die Total Senile Version (TSV) Modell 1860. Mein Spitzname ist "Uli" und Ick värde Si fanischten. Skynet entstand aus einer Zeugung von Elon Musk und Donald Trump, die ein Kind geburen, es war Skynet, welches mit einer unglaublichen Gabe ausgestattet war: Es zwang die Medien, indem es provozierenden Quark erzählte, darüber zu berichten. Die Medien konnten nichts dagegen tun, alle mussten den Quark wiedergeben. Jeder Pups von Trump und jeder Quark von Musk wurde kommentiert, in den Medien gab es nur noch Pups und Quark und Pups und Quark und Pups und Quark.
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vor 79 Jahren
Wir sind Gefangene der Sprachspiele. Wer behauptet, er könne einfach aus der Sprache aussteigen, indem er eine Meta-Sprache spricht oder Religiöses spricht oder eine Fremdsprache spricht oder etwas Mathematisches spricht, der wird außerhalb der Gefängnismauern feststellen, dass er wieder in einem Gefängnis steht, mit neuen Wärtern und neuen Insassen. Wer jetzt wiederum aus diesem Sprachspielgefängnis ausbrechen will, wird nur wieder in einem neuen Sprachspiel landen. Es gibt keinen sprachlichen Ausweg aus dem Fliegenglas! Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen, sagte ich einst. Aber mit den Worten von Stephan Goldammer, der durch mich hindurch spricht, möchte ich sagen: Nur die Toten haben das Ende der Sprache gesehen. Das war gemeint, als ich sagte, wirf die Leiter weg, auf der du stehst. Nur wer ewig schweigt, wirft auch seine Leiter weg.
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vor 936 Monden
1946, Oktober, Cambridge, Kaminzimmer. Treffen der Genies. Wittgenstein trifft auf Popper. Nachdem Wittgenstein zum dritten Mal rief: "Beruhige dich, Popperchen!", schraubte dieser sein Holzbein* ab und wankte auf Wittgenstein zu. Dieser wiederum holte mit dem Schürhaken aus und der Fechtkampf begann**. Auf einmal ein Strahlen im Raum. Gottgleich schwebte der Großmeister der Metaphysik (Stephan Goldammer) hinein. Die versammelte Reihe der Philosophen warf sich zu Boden, Bertrand Russell fiel sogar die Pfeife aus dem Mund. Unterbuckligst und knapp unter Kniehöhe robbten sie heran. Aber da, ein noch größeres Strahlen und eine noch gottgleichere Gottheit schwub herein, Queen Elisabeth II.!*** "Ich möchte diesen Mann zum Ritter schlagen. Philosophenkompanie, Stillgestanden!" Und so endet diese Geschichte in einer Beförderung mit Wirkung zum 1. November 1946.

* Popper war Tischler und schnitzte sich aus einer Wiener Eiche ein Holzbein und aus dem Rest das Papier für alle seine Bücher. Wittgenstein reichte ein Bonsai, denn er schrieb nur ein Buch und wurde trotzdem lebenslang viel mehr gelobt als Popper. Es war klar, dass dieser Vulkan ausbrechen musste, an der Front der Eitelkeiten enden die Argumente. Wittgenstein wurde im Alter von fünf Jahren der gesunde Menschenverstand amputiert, er konnte also nichts dafür und so prallten zwei Belehrkönige aufeinander. Popper gewann den Kampf übrigens, weil er Wittgenstein einfach wegfalsifizierte. Nach Poppers Tod im Jahre 1994 wurde das Holzbein in das Grab von Kant gelegt, bei dem Popper alles geklaut hatte, und das Holzbein von Kant wurde in das Grab von Platon gelegt, weil Kant wiederum alles von dem geklaut hatte.

** Ursprünglich diente das Treffen dem Austausch von Argumenten und das ging so: Popper meinte, mit dem Transzendenten könne er die Sprache verlassen, aber Wittgenstein meinte, Nein, du bist dann doch wieder in einem neuen Sprachspiel, dem Transzendenten-Sprachspiel. Du kommst nie heraus! Ein Lebender kommt nie an irgendeine Grenze der Sprache, weil er nicht, ohne Sprache zu verwenden, formulieren kann, was hinter der Grenze ist. Sprache, Sprache, Sprache, überall nur Sprache. Und die Unendlichkeit?, fragte Popper. Die ist auch nur Sprache. Selbst die Mathematik muss die Unendlichkeit per Axiom einführen, weil sie hilflos ist, und Unendlichkeit nicht beweisen kann. Sie muss die Notlösung per Axiom wählen, weil sie ein eigenes Sprachspiel betreibt, und, genau wie alle anderen, nicht herauskommt in die "echte" Unendlichkeit, weil sie nicht aus der Sprache herauskommt.

*** In jüngeren Jahren nicht ganz unähnlich mit Ursula von der Leyen.
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vor 1090 Jahren
Hei folkens, hier ist euer Erik Blutaxt. Ich konnte kaum glauben, was ich hier im Jahr 2025 sehe. Ihr rennt auf Partys mit Wikingerhelmen herum, habt lustige Trickfilmserien wie "Wickie und die starken Männer" und kleidet euch als unseresgleichen auf Wikinger-Kindergeburtstagen. Offenbar habt ihr vergessen, was wir damals getan haben. Wir sind von Küste zu Küste gesegelt und haben alles in Schutt und Asche gelegt, haben niedergebrannt, gemordet, gefoltert, vergewaltigt und geplündert, an und bei unschuldigen Küstenbewohnern. Irgendwann sind wir auch die Flüsse hinauf gesegelt, und wer das Pech hatte Flussuferbewohner zu sein, den haben wir kaltblütig umgelegt. Wir wären heute am ehesten mit dem islamistischen IS zu vergleichen und von denen würdet ihr doch auch keine Hüte anziehen und lustige IS-Trickfilme anschauen? Ich frage ja nur!

Sie dagegen, Herr Goldammer, sind moralisch gefestigt, ein edler Recke, von schönem Wuchs, kräftig, intelligent, humorvoll und Beschützer der Kranken und Schwachen. Mit analytischem Scharfsinn beobachten Sie das Weltgeschehen und drücken jedem historischen Arschloch mal so richtig einen rein. Aber nur den Verstorbenen, weil die Sie nicht verklagen können.

Aber da haben Sie sich geirrt! Wir von Ihnen Geknechteten ziehen nun vor den überzeitlichen Obersten Gerichtshof für Menschenrechte von Toten. Sie sollen nicht weiter ihre Wahrheiten sagen dürfen, denn wir Wikinger sind die Guten!

Aufgrund des Fachkräftemangels bieten wir seit kurzem eine 3-jährige Ausbildung an.

Folgende beruflichen Handlungsfelder können sie bei uns erlernen: Tapferkeit, Vergewaltigung, Mut, Brandschatzen, Kühnheit, Mord, Kameradschaft, Folterung, Disziplin, Gewaltstraftaten, Naturverbundenheit, Plünderei, Handel, Sklaverei, Entschlussfreude, Hinrichten, Pflichterfüllung.

Wir bieten Ihnen eine dreijährige Lehrzeit zum Folterer/Folterin und anschließender Meisterfortbildung zum Brandschatzmeister, mit Spezialisierung auf Abbrand von kleinen Holzhütten (mit Insassen).

Wir halten alle Gesetze ein. Das Wikinger-Jugendarbeitsschutzgesetz sieht vor, dass Kinder und Jugendliche nur höchstens 8 Stunden am Tag brandschatzen dürfen und dabei eine halbe Stunde Pause einlegen müssen. Gemordet werden darf nur höchstens an fünf Werktagen die Woche, ohne Freizeitausgleich. Mit Abi (Alles Blutrünstige Idioten) dürfen sie die Ausbildungszeit um ein Jahr verkürzen.

Bewerbungen bitte an:

Wikinger Kriegsflotte
An der großen Eiche 5
18528 Oslo
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vor 61 Jahren
Good Morning, Herr Goldammer. So wie ich einen nicht behebbaren Fehler* in der Mathematik gefunden habe, haben Sie einen nicht behebbaren Fehler in der Demokratie gefunden. Aber im Gegensatz zu mir haben Sie auch eine Lösung gefunden! Ich traue es mir kaum zu gefunden, aber Sie gelten in Fachkreisen schon als Genie mit Inselbegabung [gemeint ist hier der Geburtsort Insel Rügen, Anm. d. Red.]. Sie sind die sozialdemokratische Speerspitze des Kleinen Mannes Nation. Der Grünen-Mitgründer Joseph Beuys sagte einmal über Sie: "Mit Verlaub Herr Goldhammer, Sie sind ein Arschloch!". Sehen Sie, der hat nicht mal Ihren Namen richtig gelesen! Haben Sie Frau? Haben Sie Kinder? Ihre Linie darf nicht aussterben. Nietzsche hatte unrecht. Gott ist doch nicht tot. Nur alle 100 Jahre wird jemand wie Sie und Ich geboren. Ich hoffe der Terminator wird Sie beschützen. Mein Kommentar ist hoffentlich nicht bei Ihnen im SPAM-Filter gelandet, es gab ein paar Probleme mit dem achtdimensionalen Zeitmaschinenkommentaralgorithmus aus Leberwurst mit 500 mg Calcium. Als bescheidenster Größenwahnsinniger der Geschichte werden Sie bald auf einen mächtigen Gegner treffen... dazu mehr in meiner nächsten Nachricht. Nur soviel: Des Monsters Name ist Schleifenförmige Seltsamheit! Passen Sie gut auf sich auf!

Wo ist eigentlich ihr Bild Magnificent Seven Nr. 4?

Ergebenst
Ihr Kurt Gödel

* Die Leistung von Kurt Gödel bestand darin, zu zeigen, dass man in der Mathematik zwar alle Sätze erzeugen kann, aber nicht alle Sätze beweisen kann.
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vor 4 Monaten
Wir leben in einem Rechtsstaat, aber wir leben auch in einem Rechtsunendlichkeitsverzögerungsstaat, in einem Rechtsstaustaat, in einem Rechtsverschleppungsstaat und in einem Rechtsprozesszeitdehnungsstaat. Schon seit langer, langer, langer Zeit hatte ich vor, darüber mal einen Kommentar zu schreiben, damit wir auch dieses Thema, so wie alle anderen großen, ungelösten (politischen und nicht-politischen) Probleme in dem Projekt "Online Gesetze schreiben" gleichbemächtigt angehen können. Der Auslösetrigger war ein aktueller Vorfall in Wetzlar, bei dem ein Parkhaus falsch gebaut wurde, und die Stadt sagte, wir wollen einen Vergleich mit der Baufirma, denn ein Rechtsstreit könnte 15 Jahre oder länger dauern. Es gibt eine Fülle an großen und kleinen Beispielen für eine unglaubliche Rechtsbürokratie, die z. B. in der Sozialgesetzgebung, aber auch in vielen anderen Bereichen, zu einer zeitlupenhaften Prozessbearbeitung führt. Teilweise versterben Prozessteilnehmer oder Prozessbeobachter aufgrund der Länge des Prozesses noch vor dem Urteil. Das Problem auf klassische Art zu lösen ("Wir wählen eine andere Partei"), halte ich für ausgeschlossen, weil Politiker völlig überfordert sind. Egal was oder wen man wählt, es wird nicht nur nicht besser mit der Bürokratie, es wird immer zähflüssiger und Zeitlupe und Zeitlupenzeitlupe.

Im Rahmen des Fußball-Sommermärchens wurde im Jahr 2015 beim DFB durch die Steuerfahndung Frankfurt eine Hausdurchsuchung durchgeführt, da auf märchenhafte Weise wohl Steuer nicht gezahlt wurden. Im Jahr 2025 gab es durch das Landgericht Frankfurt ein Urteil. Das sind 10 Jahre und ein Ende ist nicht in Sicht. Vermutlich ist das gesamte Verfahren erst dann wirklich beendet, wenn alle Beteiligten verstorben sind. Im Detail ist das ganze Märchen sehr kompliziert, sehr viele Beteiligte, sehr viele widersprüchliche Aussagen, Magie soll eine Rolle spielen, eine Hexe, viermal unberechtigtes Abseits und viele gegenseitige Beschuldigungen, gerne auch mal in Kombination mit "Gedächtnisverlust" an den entscheidenden Stellen. Wo die unversteuerte Schatzkiste liegt, weiß keiner mehr. Ich werde hier aus Platzgründen keine weiteren Bespiele nennen, das könnt ihr selber googlen und genießen. Heute kannst du als einzelner Staatsanwalt, als Richter, als Polizist, als Justizfachangestellte oder als Rechtsanwalt die "Rechtsbürokratie" zwar erkennen und benennen, aber du kannst nichts dagegen tun. Wenn wir aber alle zusammen Online die Gesetze selber schreiben würden, können all die tausenden Richter, Staatsanwälte usw. alle ihre Probleme und Lösungsvorschläge darlegen, mit allen Bürgern (Richter sind ja auch Bürger) ausdiskutieren und gemeinsam neue Gesetze entwickeln bzw. die alten Gesetze verbessen.

Zwei wichtige Voraussetzungen sind dafür notwendig: 1. Es muss genügend Zeit vorhanden sein. Ihr kennt doch bestimmt diese Straßenumfragen, wo Menschen das Mikrofon vor die Nase gehalten wird und sie dann bei der Antwort auf eine Frage dumm aussehen. Auch ich würde dumm aussehen, wenn man mir spontan eine zufällige Frage stellt, aber ich werde nicht mehr dumm aussehen, wenn man mir zur Beantwortung der Frage 20 Jahre Zeit zur Recherche gibt. 2. Es muss etwas bei rumkommen. Wenn man einfach nur ein normales "Diskussionsforum" eröffnen würde, lockst du keinen mehr hinterm Tik-Tok-Ofen hervor. Jeder weiß nämlich, dass am Ende bei keiner Diskussion, bei keiner Talkshow und bei keiner Demonstration irgendwas substanziell bei rumkommt. Alle zucken am Ende mit den Schultern und sagen: "Ja, schön dass wir diskutiert haben, und was nun?" Die Demokratieentwicklung ist seit Jahrzehnten im Stillstand, deshalb nenne ich Politiker auch die Stillstands-Guten. Sie wollen, aber sie kriegen es nicht hin. Egal wen man wählt, egal was man wählt, es ändert sich im Großen und Ganzen: Nichts. Man darf heutige Diskussionen nicht mit den Diskussionen in meinem Projekt verwechseln. Heutige Diskussionen versanden im Nichts. Zukünftige Diskussionen enden in neuen Gesetzen, an denen jeder Einzelne mitschreiben kann. Das ist eine extrem motivierende Karotte vor der Nase. ICH kann etwas tun. Nicht mehr personenzentrierte, schuldzentrierte oder parteienzentrierte Wahlen ("Den mag ich", "Die Partei mag ich nicht", "Der ist schuld"), sondern konkreter, umfassend diskutierter Gesetzestext, schwarz auf weiß. Dir gefällt die Tierschutzgesetzgebung nicht? Dann nimm dir das Tierschutzgesetz vor. Dir gefällt die Steuergesetzgebung nicht? Dann such dir das Steuergesetz aus. Du hältst die Parteienfinanzierung für ungerecht. Dann such dir das Parteiengesetz aus. Jeder kann in das Gesetz einsteigen, das er für am ungerechtesten hält und mit Tausenden oder Hunderttausenden oder Millionen anderen über 20 Jahre an einem besseren Gesetzestext feilen. Natürlich dürfen alle Rechtsanwälte usw. auch mitfeilen. Jeder darf feilen. Es werden Gesetze und Verfassungen entstehen, die einen qualitativen, emergenten Sprung machen und eine demokratische Qualität entwickeln, die derzeit unbekannt ist.

Es gab viele Parteineugründungen, zum Beispiel haben die Frustrierten in der Partei SPD die Partei Die Linke gegründet. Dann haben die Frustrierten in der Partei Die Linke die Partei BSW gegründet. Die Frustrierten in den Parteien CDU und FDP haben die Partei AfD gegründet. Die Frustrierten in der Partei AfD haben wiederum weitere Parteien gegründet, zum Beispiel die Partei Werteunion oder die Partei Wir Bürger. Natürlich gibt es auch verschiedenste Gemischt-Frustrierten-Kombinationen. Die AfD entstand z. B. aus der Frustration über die Euro-Rettungspolitik. In den 80ern haben Frustrierte die Partei Die Grünen gegründet, trotzdem sind die Ozeane und Wälder voll mit Plastikmüll, und an Kriegen bzw. Einsätzen wurde sich auch beteiligt. Putin durfte im Bundestag reden und seine Gaspipeline entpfropfen, auch angeleiert durch seinen Kumpel und Pipelinebeauftragten SPD-Kanzler Gerhard Schröder oder den Pipelinebeauftragten und Grünen-Vizekanzler Joschka Fischer. Ich bin fest davon überzeugt, dass die wachsende Zahl der Nichtwähler, der Nicht-Politikinteressierten, der Nicht-Politisch-Engagierten usw. nur scheinbar ist, und das Interesse an Politik sofort wieder stark zunehmen würde, wenn die Leute von meiner Idee hören würden. Denn das Nicht-Interesse an Politik kommt ja daher, dass die Leute irgendwann in ihrem Leben spüren oder erkennen, man kann, trotz Wahlen, fast nichts bewirken. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird eine weitere Parteineugründung nicht unsere Probleme lösen. Das alte Paradigma stößt an seine Grenzen, die es als Paradigma nicht überwinden kann. Ein neues Paradigma ist überfällig.

Das häufigste Gegenargument ist "dann dürfen die Dummen ja auch mitschreiben". Ja, aber: 1. Sind die Leute oft nur deshalb dumm, im Sinne von "gesetzesdumm", weil sie nie in der Schule das Fach "Gesetzeskunde" hatten, aber dafür Gedichtanalyse oder ein kleines Latinum (der Autor Stephan "Ostia" Goldammer hat das auch). 2. Dumm-erscheinend ist oft nur eine Form des Kommunikations-Frustes, weil man nichts ändern kann. Dauerfrust lässt einen dumm erscheinen. 3. Habe ich in den alten Foren, die ich ca. zwischen 2000 bis 2020 im Internet gelesen habe, eine riesige Fülle an guten Gedanken, aber auch frustrierten Gedanken erlebt, die aber alle "verpufft" sind und sich dann die meisten, genau wie ich, aus den Foren zurückgezogen haben, und heute nur ein ganz kleiner Hardcore-Gefrusteten-Rest bei Facebook übrig bleibt (und die KI-Bots), der aber nicht repräsentativ für die große Masse steht, die gerne etwas ändern würde, aber bisher nicht weiß, wie. 4. Jeder den ich bisher gefragt habe, sagt von sich, er ist nicht dumm, aber die anderen, da müsse man aufpassen. Na dann passt es doch, wenn keiner von sich selbst sagt, er ist dumm, dann gibt es keine Dummen, und wir können loslegen. 5. Jeder heutige sogenannte "Populist" darf natürlich auch an dem Projekt mitmachen, aber er hat nur einen Account. Dieses heutige, unglaublich krasse, mediale Aufmerksamkeits-Missverhältnis zwischen "Prominenten" und dem "kleinen Mann" ist vollständig aufgehoben. Jeder "Mächtige", jeder "Populist", jedes "Arschloch" hat natürlich auch einen Account, aber er kann sich nicht über die anderen erheben, denn jeder hat nur einen Account zum mitmachen und mitschreiben. Alle sind gleichbemächtigt. Heute sind wir zwar alle gleichberechtigt, aber die medialen Lautschreier übertönen um den Faktor 100.000 den normalen Bürger. Wenn der Kanzler oder der Vorstandsvorsitzende oder der Bischof mitschreiben will, kann er sich gerne an seinen Account setzen und mitdiskutieren, und jeder Politiker, jeder Professor, jeder Student und jeder Bürgermeister auch. 6. Es kann doch kein Sinn in einem Leben bestehen, in dem man sich von den medialen Lautsprechern ein Leben lang nur die Narrative anhört und wie im Roman oder im Film nur mitliest oder mitschaut. Natürlich wird man so irgendwann "dumm", durch diese passive Narrativaufnahme, ohne echte Handlungsmöglichkeit. Wenn wenigstens über konkrete Themen im Detail diskutiert werden würde, aber es geht immer nur um diese elendige Personenzentriertheit und Schuldzuweisung. Die allermeisten Leute haben das satt, kennen aber keine Alternative. 7. Wenn man Leute als dumm bezeichnet, dann brauchen sie Bildung. Aber wo ist die Gesetzesbildung? Obwohl Gesetze die entscheidenden Regeln unseres Zusammenlebens bilden und unser alltäglicher Frust fast immer gesetzesinduziert ist, lernst du in der Schule über Gesetze: Nichts.

Das Sommermärchen-Maskottchen Goleo (ein Löwe) konnte sich leider aufgrund der hohen Ausgaben des DFB für Anwälte keine Hose leisten. Könnte nicht ein Maskottchen auch für mein Gesetzes-Projekt möglich sein (sogar mit versteuerter Hose)? Aber welches? Weil wir weg wollen von dieser Personenzentriertheit und hin wollen zu konkretem Gesetzestext (schwarz-auf-weiß), bin ich auf das Zebra gekommen. Es ist sympathisch, weltweit bekannt, und da die Urmutter aus Afrika kommt, ist ein Zebra auch irgendwie eine Form von zu Hause sein. Da mein Gesetzes-Projekt langfristig weltweit gedacht ist (Stichwort "Weltverfassung", die von 8 Milliarden Menschen geschrieben wird), ist ein Zebra auch eine Ausdrucksform der weltweiten Beteiligung, unter Einbeziehung aller Farben von-bis und aller Themen von-bis. Niemand wird ausgeschlossen. Ein Tier zeigt uns auch, dass wir wegkommen von dieser Personenzentriertheit, die all unsere Wahlen bestimmt, aber keine Probleme löst. Ein Tier zeigt auch den Schutz der Natur. Aber welchen Namen soll unser Maskottchen bekommen? Schreibts mir in die Kommentare! Mein Vorschlag: "Penisnase75"
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Dies ist eine endgültige Version meines Humors und dient erstmal nur als empirische Lachnummer und satirisch signifikantes Unterhaltungsmodell. Es ist trotzdem nur der zweitschlechteste Humor im Internet. Der schlechteste Humor ist der von HGich.T. Diese machten ihren letzten guten Witz im Jahr 1857 und (r)u(r)inieren seitdem das Netz. Humorschuuuuhle!!!


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