Der beste Lebenslauf der Welt!

Stardesigner: Stephan Goldammer

Bei meiner Geburt gab es drei Regenbogen. Dies war einer mehr als bei Kim Jong. Dieser hatte wiederum in der Schule die besseren Noten bei Kommasetzung und Rechthaberei. Sorry, ich meinte Rechtschreibung. Ich hoffe, so wie 25 Millionen Nordkoreaner, dass er noch lange lebt, sonst muss ich die Witze auf meiner Website umschreiben.

Geboren bin ich am 14. Mai 1980 auf der Insel Rügen, in der DDR. Vom Kommunismus habe ich wenig bis gar nichts mitbekommen. Man hing am Tag der Arbeit die Fahne raus und hatte seine Ruhe. Mein Opa lebte in der Nähe von Berlin, empfing Westfernsehen und schaute Glücksrad. Er war lange Zeit bei der NVA, das war mir sympathisch, denn ich wurde später Offizier bei der Bundeswehr. Sein plötzlicher Tod hat mich sehr getroffen, ich war damals an der Offiziersschule in Dresden (2007). Gerne hätte ich mich noch über seine Zeit bei der NVA ausgetauscht. Er war Fallschirmjäger in Lehnin, im Dienstgrad Stabsoberfähnrich, vergleichbar heute mit einem Stabshauptmann im Militärfachlichen Dienst.

Meine Kindheit erlebte ich dort, wo andere Urlaub machen, auf der traumhaften Insel Rügen. Die ersten sechs Jahre wohnte ich im Seebad Binz. Ich habe keinerlei Erinnerungen mehr daran. Wenn ich Fotos aus dem Kindergarten sehe, weiß ich nicht mehr wer das ist. Wir zogen dann nach Borchtitz, in den Wald, an den Jasmunder Bodden, einem Innengewässer von Rügen, direkt neben ein Kinderferienlager. Borchtitz 1 war die Adresse, denn es gab nur ein Haus. In das Kinderferienlager kamen die lungengeschädigten Kinder aus dem DDR-Industriegebiet-Bitterfeld und konnten bei uns ihre Briketts aushusten. Auch Kinder aus anderen Warschauer-Pakt Staaten, wie der Tschechoslowakei waren dort zu Besuch. Man hat mit vielen Spielen, so zum Beispiel dem traditionellem Neptunfest, die Kinder unterhalten und ihnen eine schöne Zeit ermöglicht.

Mit der Schültüte bewaffnet, durchschritt ich die Eingangsforte der sozialistischen Lernanstalt. Seid bereit, immer bereit, das war jetzt mein Motto. Neben Mathematik gab es auch Gartenarbeit im Schulgarten. Als plichtbewusster Jungpionier legte ich die Harke nie mit den Zinken nach oben ab, denn das gab blaue Flecken am Kopf. So schärfte es uns das Lehrerkollektiv ein. Den Wechsel zum roten Halstuch und damit den Übertritt zum Thälmannpionier erlebte ich nicht mehr, denn die DDR trat auf die kapitalistische Harke.

Ein kleiner Disclaimer. Ich gebe hier die Dinge so wieder, wie ich mich an sie erinnere. Allerdings ist einiges schon 30 Jahre her und möglicherweise von mir ungenau erinnert. Dazu müsste ich mich mit meinen Eltern mal hinsetzen und das ganze Erinnerungsgebäude auf Vordermann bringen.

Mein erstes Hobby war Schach, wo ich auch zu Wettkämpfen fuhr. Die Urkunden und Medaillen sind leider alle weg. Ich komme später nochmal darauf zurück. Mein zweites Hobby wurde Segeln, meine Spitzname war Bademeister, wohl deshalb, weil ich mal in komplettem Ölzeug in Polchow von der Kaimauer ins Wasser fiel. Dabei wollte ich doch nur dem einfahrenden Boot Hallo sagen. Plötzlich sagte ich aber dem Wasser Hallo. Mein häufiges Kentern trug wohl auch dazu bei. An meine Segelzeit habe ich sehr viele Erinnerungen, wir starteten meist in unserem Heimathafen Martinshafen, und segelten dann z. B. nach Hiddensee oder um Rügen herum. Dabei gab es eine größere Yacht (Name: Dritte Moskauer Brotfabrik), als Mutterschiff, und viele kleine Jollen mit uns Kindern und Jugendlichen im Schlepptau. Eine Wolke aus kleinen Segelbooten. Auch hier habe ich an Wettkämpfen, Regatten genannt, teilgenommen, und auch hier sind keine Urkunden, Aufzeichnungen oder Schriftstücke erhalten geblieben. Ich kann mich leider an nichts anderem entlanghangeln, als an den Bruchstücken in meinem Kopf.

Die Fußball-WM 1990 sah ich in einer Finnhütte, einem spitzdachartigen, halboffenen Gebäude, bei uns direkt am Strand. Fußball wurde dann auch mein drittes Hobby, aber ich war nur Auswechselspieler. Wenn man als 14 oder 15-Jähriger damit anfängt, dann reißt man nichts mehr gegen die, die mit 5 angefangen haben.

Irgendwann stieg ich dann vom Segeln aufs Surfen um. Einmal am Computer, ich bekam zur Jugendweihe einen geschenkt, und auch auf dem Wasser, ich wurde Windsurfer. Durch den PC bekam ich recht schnell eine Brille, daran hatte ich lange zu knabbern. An Mädchen knabberte ich noch nicht herum, dafür ließ ich mir Zeit, wartete auf den richtigen Moment, wie sich das für einen anständigen Komsomolzen gehörte.

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